2020 Schweden – 18.09.

18.09. Orsa – Revsand

 

Mit 4°C war es wieder recht frisch heute morgen, aber wozu hat man denn eine Heizung? Und es war immer noch die erste Gasflasche, wobei wir annahmen, dass sie jederzeit leer sein müsste.

Unser erster Weg führte uns am Morgen in den kleinen Ort Nusnäs. Dort befinden sich die Herstellungsbetriebe der Dalapferde (https://de.wikipedia.org/wiki/Dalapferd).
Im Handwerksbetrieb, wo man kostenlos durchlaufen kann, war nix los und auch im Shop waren wir fast die Einzigsten. Bei der Größe vom Parkplatz kann es hier aber auch anders aussehen.

Wir kauften u.a. ein kleines Pferd als Mitbringsel, gingen noch in den zweiten Shop und machten uns dann wieder auf den Weg.

Unser Ziel war heute die Route #62 – von Sysslebäck bis Karlstad. Diese kleinere Straße, auch Pilgrimsvägen genannt, führt entlang des Flusses Klarälven und soll einfach, laut Beschreibung, sehr schön sein.

Wir nahmen die E16 nach Süden, kreuzten die #62 und fuhren auf einer kleinen Nebenstraße über Vitsand und Bjurberget zur #62, auf die wir dann nördlich von Sysslebäck stießen.
Zwischendrin machten wir an einem kleinen See Mittagspause und genossen die Ruhe der schwedischen Pampa.

Und dann waren wir auf der #62, die im oberen Verlauf mal mehr mal weniger am Fluß entlang und durch einige hübsche Orte führt.


Kirche von Branäs

Südlich der E16 wieder nahmen wir kurz Abschied und machten einen Side-Trip zum Brattfallet.
Dieser kleine Wasserfall kann auf einem ebenen und kurzen Weg erkundet werden. Auch dieser Fluss wurde damals zum Flößen genutzt und wird nach und nach wieder renaturiert.


Brattfallet


Alte Brücke am Brattfallet


Blick in die Schlucht. Man sieht hier noch die alten Rutschen, die die Flößer damals benutzt haben, um die gefällten Bäume ins Tal zu bringen.

Auf der #62 ging es dann weiter bis Karlstad, aber dieser Teil wird umso weiter man kommt immer uninteressanter. Die Straße führt nicht mehr durch die Orte und der Verkehr nimmt zu.
Generell muss ich sagen, dass sich der Umweg hierher nicht wirklich gelohnt hat. Aber auch dies gehört zum planlosen Reisen. 😉

Wir suchten uns einen Campground in Kristinehamn raus – Kristinehamn Camping & Cottages. Leider macht da derzeit die Rezeption 16:00Uhr zu und es bestand keine Chance ohne bestehende Reservierung da drauf zu kommen. An der Einfahrt war eine Schranke mit Code und keine Telefonnummer war angegeben.
Also mussten wir wohl oder übel eine Alternative finden.

Der nächste brauchbare CG war in Revsand, ein paar Kilometer südlich, angegeben.
Dort angekommen, war natürlich auch niemand da, aber zumindest eine Telefonnummer. Da wurde mir erstmal gesagt, dass der CG eigentlich schon für die Saison zu hat, wir aber trotzdem bleiben können (Sani-Häuser und Strom sind für die Dauercamper noch an). Bezahlung sollte bar morgen ab 09:30Uhr sein. Hier musste ich dann intervenieren, da uns dies eindeutig zu spät ist. Auf meinen Kommentar, dass wir dann halt woanders hinfahren, meinte die Dame, dass in der Gegend alle CGs schon zu wären und wir bleiben können. Sie würden mir dann einen Link per SMS schicken, wo ich einfach 100SEK bezahlen könnte. Naja, die SMS kam nie und auf eine Anfrage per Mail kaum bis jetzt auch keine Reaktion.

Der CG war eigentlich direkt am See nett gelegen, aber das Sani-Haus müsste mal dringend renoviert werden. Die WCs waren zwar sauber, aber bei den Duschen rieselte es Dreck vom kaputten Dach. Also wurde auch hier im Camper geduscht.

ÜN: Revsand Camping – https://www.visitkristinehamn.se/sv/bo/revsands-camping-27771 – 260SEK (offiziell – wir nix)
Gefahrene Strecke: 497km
Map: https://goo.gl/maps/HiXr3WbELXFUeKWs8

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