2015 World Tour – 14.03.

14. März 2015 – Über den ganz großen Teich nach Amerika

 

Wie jeden Morgen checkte ich auch heute noch mal alle Flüge und alles sah gut aus, bis auf den Flug von Los Angeles nach Panama. Von schlecht hat es sich mittlerweile auf miserabel geändert. Das kann ja heiter werden.

Aber jetzt erst Mal los via Shuttle zum Flughafen. Der ist hier vom Hotel nicht kostenlos, sondern sie lassen es sich bezahlen. Service sieht für ein Flughafenhotel anders aus, aber sie scheinen es sich leisten zu können.
Ich war jedenfalls pünktlich am Flughafen und ab zum Checkin von United Airlines. Die Dame tippt fröhlich in ihrem PC herum, aber ich merke, wie sie sichtlich verstörter wurde. Bis sie mir dann mitteilte, dass sie mein Ticket nicht findet. 😯 Ich kram dann erst mal in meinen Unterlagen die Ticketnummer raus und halte ihr diese unter die Nase. Die fand sie dann auch und meinte, das wäre kein eTix, sondern ein Papierticket und damit könnte sie hier nix anfangen. Ich müsste mich an LH wenden, damit die das Ticket berichtigen. 😯 😯 😯 😯 😯

Ok, das nächste Stadtbüro ist hier irgendwo in der Innenstadt, aber dann könnte ich meinen Plan komplett vergessen. Dann halt Plan-B. Ich schaute kurz, wie der nahezu parallele Flug der Qantas aussieht. Die fliegen da mit A380 und da sollte wohl was frei sein. Bingo, dass könnte passen. Ticket eingebucht und ab zum Checkin und *tadaa* gleich einen Sitzplatz bekommen. Nicht am Fenster, aber das war mir dann egal, Hauptsache ich komme hier weg.
Hier konnte ich sogar mein Köfferchen wieder als Handgepäck mitnehmen. Nur kurz beim United-Checkin vorbei geschaut und denen gesagt, dass Qantas netter zu mir ist und ich jetzt mit denen flieg. 😉

Im Vorhinein hatte ich gelesen, dass viele in Australien bei der Sicherheitskontrolle ihre Nassrasierer abgeben mussten; so von wegen gefährliche Waffe. Ich hatte Glück und somit sehe ich auch die nächsten Tage nicht wie Robinson Crusoe aus. 😉

Die Läden im Sicherheitsbereich haben mich nicht wirklich begeistert und so verbrachte ich die Zeit etwas mit Spotten.

Virgin Australia Airlines Boeing 737-8FE – VH-YIW

Qantas Boeing 747-438 – VH-OJU

Qantas Boeing 737-838 – VH-XZJ

Vietnam Airlines Airbus A330-223 – VN-A377

Jetstar Airways Airbus A320-232 – VH-VGF

Pünktlich war Boarding…

Als metallenen Untersatz hatte ich jetzt einen A380-800 mit der Registrierung VH-OQJ. Die Indienststellung war am 09.04.2011 und damit versaut sie mir meine Statistik um grad mal 17 Tage. 😉

Typisch Eco…

Ich hatte einen Gangplatz im 4er Mittelblock und mit mir saß nur noch eine Dame auf rechts außen. Vor mir war frei und somit waren die Platzverhältnisse eigentlich ganz brauchbar.
Das Inseat-Entertainment erreichte nicht ganz die Qualität wie von Cathay Pacific.

Aber erst mal das Wichtigste; was gibts zu futtern…

Ich entschied mich für den Hühnchensalat; bisschen trocken aber sonst geschmacklich in Ordnung. Besser als dieses ewige „Pasta or Chicken“. Obwohl, es war ja dann doch „Chicken“. 😉

Aus Ermangelung eines Fensterplatzes, so mal einen Blick „nach unten“.

Ich versuchte dann ein bisschen zu schlafen, was mir mehr oder weniger schlecht gelang. Und ein bisschen trauerte ich den zuckersüßen Cathay-Flugbegleitern nach. Aber bei Qantas waren auch ein paar nett anzuschauende dabei. 😉

Vor der Landung gabs dann noch ein leichtes Frühstück…

Die Landung war A380-typisch butterweich, aber bis alle draußen waren, dauerte das doch so seine Zeit.

Immer wieder witzig:
Start in Sydney: 14.03. 09:50Uhr
Ankunft in Los Angeles: 14.03. 06:30Uhr
–> Juchuuu, ich bin ein Zeitreisender. Wer will die Lottozahlen wissen. 😉

In der Immigrationhalle konnte ich dann an einen dieser neuen Automaten (wenn man mit dem aktuellen Reisepass schon mal unter ESTA eingereist war) und dann zum Abstempeln noch mal zum Officer. Die Dame konnte ein Grinsen bzgl. meiner Tour nicht verkneifen und ich hatte schnell meinen Stempel und konnte gehen.
@Aussies: So geht das. 😉

Ich bin dann rüber zur COPA, um für den Flug nach Panama einzuchecken. Noch hatte der Checkin geschlossen, also wieder warten. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Warten nicht ausstehen kann?

Irgendwann machte dann der Checkin auf und ich bin mal hin. Wir erinnern uns, die Buchungslage sah schon zum Heulen aus. Ich also an der Reihe und der Dame mein Anliegen erklärt: „Standby nach Panama“. Was ich bekommen habe, war keine Bordkarte, sondern nur ein mitleidenswerter Blick. „Also heute wäre keine Chance mitzukommen. Die Flieger sind hoffnungslos überbucht. Eventuell morgen oder übermorgen Abend könnte was gehen.“
Für mich ergaben sich dann folgende Alternativen:
1) Zwei Tage warten, nur dann kann ich in Panama direkt durchfliegen, was irgendwie sinnlos ist. Dazu hätte ich die beiden Tage hier am Flughafen verbracht, was für mich jetzt auch nicht sooo reizvoll erschien. Dazu ergab sich ein weiteres Problem: Wenn ich nach zwei Tagen nicht nach Panama mitkommen würde, müsste ich hier von LAX heim fliegen. Leider waren die Buchungszahlen der LH nach FRA oder MUC bereits jetzt für den Rest der Woche fast durchweg im roten Bereich.
2) Praktische alternative Verbindungen nach Rio de Janeiro bestanden nur noch via IAH oder MIA. Nach Houston wäre es mit UA gegangen, aber mit der Ticketerfahrung aus Sydney viel United weg. Und von MIA nach Rio sah es auch nicht so rosig von der Buchungslage aus.
3) Hier abbrechen.

Nummer 1 kam nicht in Frage. Ich hatte partout keine Lust 2 Tage hier am Flughafen rumzuhängen. Ich chattete nebenbei bisschen mit Anja, welche mich zu Alternative 2 überreden wollte, aber irgendwie bin ich bei Drittens gelandet. Mich hatte Panama gereizt und Rio wäre nur Mittel zum Zweck gewesen, aber da Panama nicht erreichbar war, war dann irgendwie die Luft raus; ich wollte nicht mehr.
Ich brauchte jetzt was, was mich wieder aufbaut. Da kam dann „Plan-E“. Ich schaute mal, wie die Verbindungen von San Francisco nach Frankfurt so aussehen und tatsächlich, da war was in den nächsten Tagen machbar. Also buchte ich mir ein Cabrio bei Avis und den Flug bei LH für den 17.03. Ich wollte schon immer mal im Cabrio den Highway #1 fahren und mit dem Gedanken erhob sich meine Stimmung gleich mächtig. 🙂
Leider war damit aber auch Lissabon gestorben. 🙁 Aber wenn ich am 18.03. in Frankfurt bin, können wir ja immer noch direkt weiter.

Ich bin dann zu Avis raus, um mir mein Cabrio zu holen. Ich hatte ja ein bisschen auf einen Mustang gehofft, aber es wurde „nur“ ein Mazda MX-5; klein, süß und doch irgendwie geil. Mein Köfferchen passt hinten genau in den Kofferraum und ab ging die Post auf Californias Highway. 🙂
Ok, für den Interstate war der Mazda nicht geeignet. Durch die doch recht harte Federung, sprang er bei jeder Bodenwelle, v.a. in Kurven. Er hatte so ein bisschen was von einem wilden Gaul. Also doch mein „Mustang“ 😉
Sobald ich aber vom Interstate runter war, war er lammfromm.

Ich fuhr noch hoch bis San Luis Obispo, wo ich mich im Motel 6 einquartierte. Viel weiter wollte ich nicht mehr fahren. Da noch Zeit war, bin ich dann doch noch raus nach Morro Bay gefahren.

Mein Abendessen direkt im Hafen von Morro Bay.

Dann ging es wieder zurück ins Motel und für mich ins Bett.

Geflogene Strecke: 12051km
Übernachtung: Motel 6 San Luis Obispo

Kommentare sind geschlossen.