2012 Iguazu und Patagonien – 31.10.

31.10.2012: Iguacu Falls

 

Wie gestern ging es auch heute Morgen wieder zum Busbahnhof, aber dieses Mal suchten wir den Bus nach Puerto Iguazú, Argentinien. Die Kosten waren ebenfalls wieder nur wenige Euro und als einzige Touristen rumpelten wir durch die City, durch irgendwelche Dörfer bis zur Grenze.
Hier mussten wir raus aus dem Bus (bekamen noch ein Ticket für die Weiterfahrt), um unsere Ausreise aus Brasilien abstempeln lassen; Stempel #2.
Der Bus war natürlich in der Zwischenzeit weiter gefahren und so mussten wir ca. 30 Minuten auf den nächsten warten. Ein paar Kilometer ging die Fahrt weiter bis zur argentinischen Grenze. Hier mussten alle raus aus dem Bus (auch der Fahrer), Einreiseformalitäten erledigen (Stempel #3) und das Gepäck wurde durchleuchtet.
Dann ging es weiter bis zum Busbahnhof in Puerto Iguazú. Eigentlich wollten wir hier ein paar argentinische Peso holen, aber es fand sich kein ATM weit und breit.
Den Bus zum Eingang zu den Fällen konnte man aber auch mit Karte, Euro oder USD bezahlen und so wanderten ein paar Euro, die ich noch einstecken hatte, über den Tisch.
Der Bus brachte uns dann die restlichen 20 Kilometer bis zum Eingang, aber dort das nächste Unheil. Im Gegensatz zu Brasilien nahmen die hier nur Bargeld, und zwar nur argentinische Peso. Die Frage nach einem ATM wurde erst mal mit einem Schulterzucken beantwortet, bis wir auf einem Plan zwei Stück sahen; einen kurz hinter! dem Eingang und einen ca. 500m die Straße zurück in einem kleinen „Zollhäuschen“, wo Autofahrer ihr Parkplatzticket kaufen. Also Füße in die Hand und hingelaufen. Auf dem Weg dorthin fragte ich mich dauernd, warum die das Dingens nicht zum Haupteingang stellen…
Dort deckte ich mich ordentlich mit Bargeld ein, das Papier brauchen wir ja noch öfters.
Wir löhnten 175Peso pro Person und konnten endlich rein.
War gestern die Besuchermenge noch relativ überschaubar, war hier die Hölle los; Besuchermassen wie hierzulande in Neuschwanstein; nur ohne Asiaten.

Der argentinische Teil der Fälle ist deutlich größer. Hier gibt es verschiedene Rundwege, die man entweder zu Fuß oder per Bahn verknüpfen kann.

Da wir den ganzen Tag hatten, wollten wir natürlich alles sehen und so stiefelten wir los. Teils läuft man durch dichten Regenwald, ohne die Fälle zu sehen, bevor man dann plötzlich am Abgrund steht.

Aber auch so was sieht man hier; ein Blaurabe:

Ein kleiner Nebenwasserfall:

Ein Tucan versteckte sich etwas in den Bäumen:

Teilweise musste man aber echt aufpassen, von den ganzen Gruppen nicht zertrampelt zu werden.
Da stellt man sich mit Stativ an eine schöne Stelle (kein Mensch weit und breit), kommen plötzlich von allen Richtungen welche an und wollen genau an den gleichen Platz; muss ja der Beste sein, wenn sich dort „Profis“ mit Stativ hinstellen. Die scheuten sich sogar nicht, sich noch halb ins Bild rein zu lehnen, oder mit den Füßen die Stative fast umzuwerfen.

Wenn es mal ruhiger wurde, konnte man auch ein paar Schmetterlinge beobachten.




Zum Abschluss ging es dann per Bahn zum „Devils Throat“, einem U-förmigen Wasserfall, 700m lang, 150m breit und 82m hoch, wo Unmengen von Wasser in die Tiefe stürzten.
Vom Bahnhof läuft man noch 1-2km über Stege übers Wasser bis man an diesem Höllenschlund ankommt.



Da sich leider in Sichtweite ein Gewitter breit machte und wir uns hier mitten auf dem Wasser auf einer Metallplattform befanden, machten wir irgendwann kehrt und liefen zurück. So ganz geheuer war uns dies dann doch nicht.

Dann folgte das gleiche Spiel wie auf der Hinfahrt; Fahrt per Bahn zum Eingang, via Bus zum Busbahnhof von Puerto Iguazú und in den nächsten Bus Richtung Foz do Iguacu/Brasilien.
Bei der Ausreise aus Argentinien Stempel #4 und dann Einreise nach Brasilien mit Stempel #5. Dieses Mal wartete der Bus sogar auf uns. Ein Hoch auf den Busfahrer.
Im Nachgang hätten wir wohl sogar aus Brasilien nicht mal offiziell ausreisen müssen, aber sicher ist sicher.

Dann doch etwas geschafft, gingen wir heute noch mal in die „Churrascaria do Gaúcho“ von vorgestern.

Am Abend bestellten wir uns noch kurz bei der Rezeption unser Taxi zum Flughafen morgen.

Übernachtung: Pietro Angelo Hotel – 145R$ pro Nacht.
Map: http://goo.gl/maps/T4yMU

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