2012 Iguazu und Patagonien – 30.10.

30.10.2012: Iguacu Falls

 

Im Preis inbegriffenes Frühstück in Hotels ist selten ein paar Worte wert, aber hier war es wirklich vorzüglich; verschiedene Brote, Wurst, Käse, Süßspeisen, Kekse, frisches Obst usw. Kann man nur empfehlen.

In den Vorbereitungen zum Urlaub haben wir uns überlegt, wie wir diese zwei Tage immer zu den Fällen kommen. Sie liegen ja doch ein paar Kilometer außerhalb, so dass Laufen flach fällt. Ich hatte am Anfang überlegt einen Mietwagen zu nehmen, aber am Ende dachte ich, probieren wir doch mal den örtlichen Personen-Nahverkehr.
Und so kam es, dass wir an diesem Morgen zum örtlichen Busbahnhof stiefelten. Hier am Busbahnhof konnten wir unsere Tickets am Fahrkartenhäuschen holen. Den genauen Preis weiß ich nicht mehr, war aber, für deutsche Verhältnisse, unbedeutend. Das Interessante an brasilianischen Bussen ist, dass, wenn man unterwegs zusteigt, nicht beim Fahrer bezahlt, sondern bei einem zusätzlichem Kassierer im Bus. Erst dann geht es durch ein Drehkreuz nach hinten; schwarzfahren ausgeschlossen.

So rumpelten wir mit ein paar wenigen anderen Touris und vielen Einheimischen durch die City, übers Land, am Flughafen vorbei bis zu den Fällen.
An den Fällen kauften wir unsere Eintrittskarten (49R$ – Zahlung mit CC möglich) und bestiegen den nächsten Bus, der uns die letzten paar Kilometer direkt zu den Fällen brachte (laufen ist untersagt).
Das Wetter war heute nicht soo gut; immer wieder regnete es leicht. Aber naja, wir sind im Regenwald. 😉
Und dann standen wir vor ihnen; den Iguacu Falls.

Die Fälle bestehen aus ca. 275 einzelnen Wasserfällen mit einer Gesamtlänge von 2,7km und sind bis zu 84m hoch. Zum Vergleich, die Niagara Fälle sind ca. 1,1km lang und 58m hoch.

Da ein paar Tage am Oberlauf des Iguacu heftige Regenfälle niedergingen, hatten die Fälle derzeit 2-3x so viel Wasser wie sonst und diese bräunliche Farbe.

Hier von der brasilianischen Seite hat man teils schöne Panoramablicke auf die Fälle auf der gegenüberliegenden argentinischen Seite. Auf einem Pfad entlang der Schlucht bekommt man immer wieder neue Blicke. Hier mal ein paar Impressionen:





Gleich wird’s nass, denn wir gehen dort runter:

Hier wird man wirklich nass, bis auf die Knochen. An Fotografieren ist natürlich nicht mehr zu denken, außer man hat eine wasserdichte Kamera. 😉
War aber schon ziemlich aufregend.
Mit neuem trockenem T-Shirt geht’s weiter.


Ca. 3h waren wir hier an den Fällen, dann hatten wir hier eigentlich alles gesehen.

Da der Tag aber erst halb vorbei war, gingen wir in den Vogelpark, der sich nur wenige Meter neben dem Haupteingang zu den Fällen befindet.
In kleinen und großen Volieren (teils zum Reingehen) konnte man die ganze Artenvielfalt der Vogelwelt im brasilianischen Regenwald bestaunen.

Tucan:

Der wurde auch noch frech und wollte meine Kameratasche auffressen; und der hatte ganz schöne „Zähne“ am Schnabel:

Gelbbrustara:

Hellroter Roter:

Leider spielte das Wetter jetzt gar nicht mehr mit. Immer wieder kamen heftige Regenfälle, die uns zu einigen Pausen auf überdachten Flächen zwangen. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall.

Nach der Rückfahrt in die Stadt schien natürlich wieder die Sonne und ein Besuch im Pool brachte Abkühlung.

Zum Abendessen fanden wir an irgendeiner Straßenecke eine gute Pizzeria; Essen war lecker und günstig.

Übernachtung: Pietro Angelo Hotel – 145R$ pro Nacht.

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