2010 USA – Nordwesten – 15.07.

15. Juli 2010 La Push – Astoria

 

Nach einer ruhigen Nacht mit Meeresrauschen im Hintergrund brechen wir wieder auf. Bevor es aber wieder in den Olympic NP geht, stehen zunächst noch ein paar Twilight Schauplätze auf dem Plan. Ich muss zugeben, ich bin überrascht und erfreut, das Danilo sehr geduldig mit mir ist.

Das Ortsschild ist so tatsächlich im Film zu sehen:

Kurz danach begegnen wir dem Traum eines jeden Schülers, einer Schule im Abriss.

Treatyline

Dr. Cullens Parkplatz am Hospital

Nachdem alles abgefahren ist, geht es wieder raus in die Natur. Der Olympic National Park selbst besteht aus zwei voneinander getrennten Teilen – der Gebirgsregion rund um die Olympic Mountains bis hin zu den Regenwäldern um den Quinault und Hoh River und die Küstenregion rund um Kalaloch, welche 1953 dem Park hinzugefügt wurde.

Ein gemäßigter Regenwald bildet sich an Orten mit mehr als 2000mm Regen im Jahr, wo Regenwolken vom Meer auf ein Gebirge in Küstennähe treffen und beim Aufstieg abregnen. Somit ist es hier im Sommer kühler und im Winter milder. Das Gebiet um den Hoh River hat dabei die höchsten Niederschlagsmengen mit ~4000mm und wird nur noch durch den Wai’ale’ale auf Kauai übertroffen.

Und der Hoh River Regenwald ist auch unser erstes Ziel für heute bei inzwischen strahlendem Sonnenschein . Am Visitor Center angekommen heißt es mal wieder ein wenig die Füße vertreten. Wir kombinieren den Spruce Natur Trail (1.2mi Loop) mit dem Hall of Mosses Trail (0.8 mi Loop). Typisch für gemäßigten Regenwald finden sich hier viele Moose, Farne und Flechten auf den Baumstämmen, Ästen – einfach überall. Hier sind schon mehr Menschen unterwegs, aber immer noch in „normalen“ Zahlen.





Den nächsten Stopp legen wir am Kalaloch Beach ein. Die Küste ist hier stark zerklüftet und so oft in Nebel eingehüllt, dass man schon Glück haben muss, das mal in Sonne zu sehen. Dieser Nebel ist aber gerade im Sommer für den hier vorkommenden gemäßigten Regenwald als Feuchtigkeitsquelle unverzichtbar. Wir haben Glück und der Nebel verzieht sich gerade.


Wir spazieren noch ein wenig am Strand entlang, bevor wir weiter fahren. Die Strasse führt uns weiter zum Quinault Regenwald. Die Strasse umrundet hier den Lake Quinault z.T. auch als Gravelroad. Zum Wandern finden wir eher nix hier, da es keine kürzeren Trails gibt. So begnügen wir uns mit der Rundfahrt. Einen letzten Stopp legen wir an den Merriman Falls ein.


Wenig später verlassen wir den Olympic National Park und unser Fazit heißt – ein wunderschöner Nationalpark.

Wir fahren weiter bis Astoria und somit nach Oregon und zelten im KOA in Warrenton, natürlich nicht ohne vorher noch nett essen zu gehen (http://doogersseafood.com/).

Anmerkung Danilo:
Achja, KOA. War gar nicht so einfach, ihn zu finden. Wenn man sich auf sein Navi verlässt, ist man verlassen, denn es navigierte uns schnurstracks auf irgendwelche Feldwege und Sackgassen. Irgendwann fanden wir dann mal ein Schild des KOAs und tadaa unser Navi kannte es plötzlich auch wieder.

Ja, richtig gelesen, wir zelten! Wir sind die einzigen die dort in einer Art Rondell zelten, wirklich nicht sehr schick, aber na ja, für eine Nacht ok. Bei dem Feuer hatten wir mal wieder Problem mit nassem Holz, aber unsere Vorgänger wohl auch. Da liegt noch viel Holz in den diversen Feuerstellen. Wir sammeln ein wenig und siehe da, dieses Holz brennt sehr gut.
Wir bunkerten noch etwas Holz von den umliegenden Plätzen, weil da schon angebrannt, es sich in den nächsten Tagen bestimmt gut machen wird. Wäre ja schade drum. 🙄 😆

Gefahrene Strecke: 461.2 km
Übernachtung: Astoria/Warrenton/Seaside KOA 41,25USD (31,91€)
Map: La Push – Astoria

Bild des Tages:
Harmonie pur!

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