2010 USA – Nordwesten – 13.07.

13. Juli 2010 Seattle – Port Angeles

 

Da ich immer noch nicht so fit bin, lassen wir den Tag ruhig angehen. Im Hotel essen wir gemütlich Frühstück und brechen erst gegen 10 Uhr auf.

Im Reiseführer bin ich auf das Glasmuseum in Tacoma gestoßen. Daran angeschlossen ist eine Bridge of Glass und die will ich mir anschauen. Also ist das unser erster Zwischenstopp auf dem Weg zum Olympic. Die Sonne :sun: kommt allmählich raus und so können wir die Farben des Glases richtig bewundern. Ins Museum selbst gehen wir nicht, die Zeit wollen wir lieber in der Natur verbringen.


Gegen Mittag erreichen wir Port Angeles. Da wir eigentlich im Park zelten wollten, ich aber immer noch nicht so ganz fit bin, beschließen wir die nächsten Tage doch in Motels unterzukommen – und das in der Hauptsaison ohne Buchungen. Heute haben wir zumindest direkt Glück – das Super 8 hat ein freies Zimmer.

Nachdem das geklärt ist, geht es endlich in den Olympic National Park. Der Park liegt im westlichen Teil des US-Bundesstaates Washington auf der Olympic-Halbinsel und wurde 1938 gegründet. 1976 wurde der Park dann als Biosphärenreservat der UNESCO ausgewiesen bis er 1981 zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Durch die geografische Lage auf einer Halbinsel konnten sich Tier- und Pflanzenarten entwickeln, die nur im Park vorkommen. Der Olympic-Nationalpark ist 3.734 km² groß und zählte 2010 2.844.563 Besucher.

Uns führt der Weg bei inzwischen strahlendem Sonnenschein zuerst zur Hurricane Ridge. Schon entlang der Strasse bieten sich traumhaft schöne Ausblicke auf die uns umgebenden Bergketten. Am Hurricane Ridge Visitor Center angekommen, kann man einen Abstecher zum Obstruction Point machen, jedoch war der bei uns noch wegen Schnee gesperrt. Wir fahren trotzdem los, mal schauen, wie weit wir kommen.

Wir kommen bis zu einer Absperrung (obwohl weit und breit kein Schnee zu sehen ist :zuck:) und entdecken dort einen Wanderweg zum PJ Lake. Ich nehme mir die Parkbroschüre und da steht es sind 0.9mi, soweit so gut, aber auf diesem kurzen Stück ist ein Höhenunterschied von 500ft zu bewältigen :shock:. Ich entscheide mich diesen Trail nicht zu laufen. Danilo will es ausprobieren und so lese ich schön idyllisch mitten im Wald ein Buch und er läuft den Trail. Während er weg ist, kommt ein Wanderer aus Richtung der gesperrten Strasse und sagt, dass wohl tatsächlich ein paar Kurven später Schnee liegt. Auf der Höhe ist wohl alles möglich.

Danilo kommt währenddessen bei seiner Wanderung an tollen Wasserfällen vorbei und auch der See bietet ein schönes Panorama, aber als er zurückkommt ist er doch ein wenig geschafft . Ich befinde, es war die richtige Entscheidung nicht mit zu gehen. Naja, später sehe ich folgende Bilder und es war wohl wirklich schön…

Dieses kleine Kerlchen begrüßte Danilo auf dem Trail:


Wir fahren die Gravel Road wieder zurück und halten diesmal am Hurricane Ridge Visitor Center. Von dort hat man einen tollen Blick über die Berge – man steht quasi auf gleicher Höhe.

Hier liegt Winter und Frühling wieder sehr nah beieinander. Auf den der Sonne zugewandten Hängen steht das Gras in frischem, saftigem Grün, durchzogen mit Blüten und im Schatten oder abgewandten Hängen liegt noch recht viel Schnee.

Das frische Grün lassen sich die Deers nicht entgehen und so können wir einige dieser Tiere aus der Nähe beobachten.


Die Berge um uns herum sind wunderschön und wir können uns kaum von diesem Blick lösen. Irgendwann geht es aber doch zurück Richtung Port Angeles, noch einmal entlang der Passstrasse.

Gefahrene Strecke: 331 km
Übernachtung: Super 8 Port Angeles 110$ (incl. taxes)
Map: Seattle – Port Angeles

Bild des Tages:
Heute sind mal Danilo’s Füße dran – die machen sich doch gut in Trekkingsandalen im Schnee

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