2010 USA – Nordwesten – 25.07.

25. Juli 2010 Yellowstone

 

Nach zwei Morgen im Hayden Valley entscheiden wir uns heute spontan fürs Lamar Valley. Ein paar Meilen hinterm Canyon Village begegnet uns dieses Kerlchen direkt am Straßenrand. Was für ein Glück.

Recht schnell läuft der Bär weiter den Hang hinauf und wir sind wieder unterwegs. Im Lamar Valley angekommen, haben wir diesmal mehr Glück mit den Bison. Einige Tiere befinden sich in Straßennähe und wir können sie sehr gut beobachten.

Aber wir fahren bald weiter, haben wir ja die Hoffnung doch noch Wölfe oder Bären zu sehen. Und wir können es kaum glauben, wir haben noch einmal Glück und da ist ein Bär auf der anderen Seite des Soda Butte Creek. Hier reicht ein Bild nicht aus, um ihn euch zu zeigen – der Bär lässt sich nicht stören, sondern mampft vor sich hin, beobachtet die Gegend, trinkt Wasser – es ist einfach herrlich ihn zu beobachten.







Dort erfahren wir auch, dass es am Slough Creek Wölfe geben soll. Inzwischen ist es aber schon recht spät geworden, so dass wir das in die Planung für morgen einbauen wollen. Für uns geht es weiter zum Parkplatz des Trails zum Trout Lake. Eigentlich wollten wir ein wenig den Lamar River Trail laufen, aber da der vollkommen ohne Schatten war, entschieden wir uns lieber für den Trout Lake.

Hier geht es zunächst recht steil bergauf, dafür ist der Trail recht kurz. Am Anfang durch einen blühenden Hang, dann ein wenig durch Wald und schon stehen wir am See. Wirklich idyllisch. Es ist möglich einmal um den See zu laufen, was wir natürlich auch machen. Die Forellen (Trouts) kann man mit bloßem Auge sehen und da verwundert es nicht, dass einige Angler ihr Glück versuchen. Das ist auch erlaubt, lediglich die Fangmenge ist beschränkt und es gibt ein Rückzugsgebiet, wo auch die Fische laichen. Es gibt eine Menge Libellen und Danilo gelingt es eine im Flug zu erwischen.


Wir überlegen, was wir heute noch machen könnten und immer wieder kommen wir zu dem Schluss, dass es schade ist, das wir kein gutes Fernrohr haben, um Bären und Wölfe mal von Nahem zu sehen. Am Abend zuvor hatten wir Wölfe im Hayden Valley gesehen – als Punkte mit dem Auge nicht zu erkennen. Aber alle um uns herum mit den Megaobjektiven waren begeistert.

Somit ist klar, wir fahren nach West Yellowstone und besuchen das Grizzly and Wolf Discovery Center. Klar, Tiere in Gefangenschaft sind was anderes, aber viel mehr Möglichkeiten haben wir nicht, Wölfe zu sehen ohne viel Geld für ein Fernglas auszugeben. Auf dem Weg dahin kommen wir durch einen Baustelle zwischen Norris und Madison. Ein ganzes Stück ist unpaved und somit sieht unser Auto danach aus, als wären wir wochenlang im Südwesten unterwegs gewesen.

Im Center angekommen, sehen wir dass einiges getan wird, um die Menschen aufzuklären. Die Gehege selbst sind recht klein, was eigentlich verwunderlich ist, wo es doch so viel Platz gibt. Wir schauen uns um und nehmen noch an einer Greifvogelshow teil. Alles in allem lernen wir viel und können die Tiere mal von Nahem sehen.





Bei den Fountain Paint Pots machen wir einen kurzen Zwischenstopp, um noch einmal ein wenig Geysirfeeling zu bekommen, schließlich heißt es morgen schon wieder Abschied nehmen vom Yellowstone Nationalpark.

Danach wieder ab durch die Baustelle (und Steinschlag #2 und #3) und noch einmal ins Lamar Valley. Wir haben Glück und an der Stelle vom Morgen ist wieder ein Bär – wahrscheinlich der Selbe. Uns stört es nicht.

Ein wenig Wehmut haben wir schon, als wir das letzte Mal ins Zelt krabbeln und die letzte Nacht hier verbringen.

Gefahrene Strecke: 295.5 km
Übernachtung: Canyon Village Campground 20 USD

Bild des Tages:

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