2006 Neuseeland – 01.10.

01.10. Taumarunui – Stratford

Heute stand die erste Bewährungsprobe für unser kleines Wohnmobil auf dem Plan. Der „Forgotten World Highway“, im „Rough Guide to New Zealand” als “Lost World Highway” beschrieben. Da hat wohl jemand zuviel Jurassic Park geschaut?

Jedenfalls machten wir uns früh auf die Socken. Das Wetter war heute nicht so richtig zu definieren. Es war bewölkt, aber zumindest trocken.

So fuhren wir voller Vorfreude in Taumarunui auf die SH43 in Richtung Stratford. Sobald wir aus dem Ort raus waren, waren wir mal wieder die einzigen auf der Strecke. Klasse.

Der erste Teil der Strecke ist noch gut geteert und führt durch eine schöne Hügellandschaft.

Den ersten Abstecher wollten wir zu den „Ohura Falls“ unternehmen, die am Ende einer 18km langen Gravel Road liegen. Nach ca. einem Kilometer brachen wir allerdings das Unterfangen ab, da die Straße im schlechter wurde und die Steine immer größer und spitzer.
Und das 18 km lang wegen so einem popeligen Wasserfall?   An der nächsten Einfahrt drehten wir um und fuhren wieder zurück auf die SH43.

Interessant wurde der „Forgotten World Highway“ dann ab der Einfahrt zur „Tangarakau Gorge“. Während die Straße dem Verlauf der Schlucht folgt, ist sie unpaved. Zu unserem Glück war sie aber in hervorragendem Zustand, weder große noch kleine Steine.

Einen Stop legten wir am Grab von „Joshua Morgan“ ein, einem frühen Entdecker dieser Gegend. Wir hielten weniger wegen dem Grab, als dass wir einfach etwas Bewegung bekamen. Dort fing es auch an etwas zu nieseln, hörte aber zum Glück bald wieder auf.

Da hier gerade eine „One Lane Bridge“ war, beschlossen wir, einfach mal unseren Camper zu filmen, wie er drüber fährt. Ich ging erstmal über die Brücke zurück um nachzuschauen, ob auf der anderen Seite überhaupt Platz zum Wenden ist. Ein 6,50m Camper ist ja nicht gerade klein.
Auf der anderen Seite betrachtete ich den Platz als ausreichend und holte den Camper, wo ich dann „Wenden in 12 Zügen“ vollzog. Zum Glück kam niemand.
Das Filmen klappte gut und wir fuhren weiter.

Der nächste Halt war am „Moki Tunnel“ (heute auch als „Hobbit Hole“ bezeichnet), einem Tunnel mit nur einer Fahrspur (klasse zu fahren). Hier das gleiche Spiel, wenden und noch mal durchfahren.

Der nächste Ort Whangamomona hat eine eigene Geschichte. Dieser Ort erklärte sich am 28. Oktober 1989 unabhängig, da sie damals aus der Provinz Taranaki wegen neuer Grenzziehung ausgeschlossen wurden. Aller zwei Jahre, das nächste Mal 2007, gibt es dann immer eine große Feier mit Grenzkontrollen, Präsident etc.
Im örtlichen Saloon kann man sich einen „Pass“ für diese Republik ausstellen lassen.
Da aber außer uns kein weiterer Tourist in dem Nest anwesend waren, ließen wir diesen „Touristennepp“ links liegen und fuhren weiter.

Die Fahrt bis Stratford war dann schnell hinter uns gebracht und wir fuhren zum Campground. Bis hierher haben wir für die Fahrt ca. 6h gebraucht und hier fing es dann an mit regnen, nein, es schüttete jetzt. Ich will gar nicht dran denken, wie der Straßenzustand in der Gorge bei dem Wetter ist.

Auf dem CG mussten wir erstmal ne ganze Zeit warten, da weit und breit kein Mitarbeiter aufzutreiben war. Irgendwann kam dann die Besitzerin vom Einkaufen und wir bezogen unseren Stellplatz.

Da wir jetzt noch Zeit hatten, dachten wir, fahren wir doch noch zum Mt. Taranaki. Vielleicht kommen wir ja über die Wolken. Doch am Ende der Straße zum Plateau, waren wir mitten im Regen. Es war sinnlos hier zu warten und wir fuhren wieder nach unten.

Da der Regen hier unten etwas nachließ, liefen wir noch den kurzen Trail zum Sumpf.
Normalerweise sollte man dort den Mt. Taranaki sehen, aber wir sahen nur eine graue Wand aus Wolken.

Also fuhren wir wieder zurück zum CG, wo wir uns dann der Wäsche widmeten und mehrere Runden Mau-Mau spielten bis es dunkel wurde. Endergebnis war übrigens ca. 30:3 für Anja.

Übernachtung: Stratford Top 10 Holiday Park: 32$

Kommentare sind geschlossen.