02.07.2004 - Jasper
 

Text? Am heutigen Tag hatten wir folgendes auf dem Plan: Maligne Lake, Medicine Lake, Maligne Canyon und Pyramid Lake.

Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren wir ca. gegen 08:30 Uhr Richtung Maligne Lake. Natürlich hofften wir wieder auf einiges wildes Getier und sahen auch bald eine Herde von Wapitis.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir dann auch schon den Maligne Lake, der zu dieser Uhrzeit noch still und friedlich dalag. Als erstes gingen wir ins Office, um die Schifffahrt zu „Spirit Island“ zu buchen. Dies hatte dann doch etwas länger gedauert, da immer wieder die Satelliten-Verbindung bei der CC-Bezahlung abbrach. Aber irgendwann war auch dieses Problem erledigt, so dass wir gegen 10:00Uhr mit dem ersten Schiff aufbrechen konnten.

Schon während der Fahrt wird einem viel interessantes über den Maligne Lake erzählt. So wurde z.B. gesagt, dass vier Wochen vorher der See noch zugefroren war und z.Zt. eine Wassertemperatur von 4°C herrscht. Irgendwann erreichten wir dann auch „Spirit Island“, wo es hieß: „Landgang“. Dieser "Landgang" bestand aus Ablaufen eines max. 100 Meter langen Trails, immer mit Blick auf "Spirit Island". Diese Halbinsel verstehen sie hier schon zu vermarkten. Hier wurde uns dann bewusst, dass Landschaft wirklich so aussehen kann, wie auf Postkarten.
Nach 30 Minuten war der "Landurlaub" beendet und es ging wieder aufs Schiff und die Fahrt ging zurück zum Ausgangspunkt.

Text? Jetzt ging die Fahrt wieder zurück Richtung Jasper. Einen kurzen Halt legten wir noch am Medicine Lake, dem See ohne Abfluss, ein. Das interessante ist aber, dass dieser See im Spätherbst fast leer ist und sich nur ein kleiner Bach seinen Weg am Grund sucht. Bei uns war er allerdings noch reichlich gefüllt.
Dort hatten wir dann auch nochmal die Möglichkeit ein paar Mountain Goats zu beobachten.

Als nächstes erreichten wir den Maligne Canyon. An dieser Stelle hat der Maligne River einen teilweise sehr tiefen und engen Canyon erschaffen. Hier gibt es die Möglichkeit am Rim des Canyons auf einem Trail entlang zuwandern, wobei immer wieder Brücken den Canyon überqueren. Zu beachten ist allerdings, dass ein Großteil des Trails nicht für Leute mit Gehschwierigkeiten geeignet ist, da teilweise ziemliche Absätze zu überwinden sind.
Wir entschieden uns einfach den Trail etwas zu folgen, solange wir Spaß hatten. Unterwegs hat man immer wieder spektakuläre Sichten in den Canyon. Nach einiger Zeit, wir hatten auch schon beschlossen wieder umzudrehen, fing es an, etwas zu tröpfeln. Dies ist auf diesem Trail ziemlich blöd, da dadurch der Boden etwas rutschig wird. Genau als wir wieder oben am „Visitor Center“ waren wurde aus dem Tröpfeln ein richtiger Wolkenbruch. So entschieden wir uns erstmal etwas im Shop umzusehen.

Text? Nachdem der Regen nachgelassen hat, fuhren wir weiter zu unserem letzten Tagesziel, dem Pyramid Lake. Gerade als wir hier eintrafen, ging ein Unwetter mit Blitz und Donner und sehr starkem Regen nieder. Da wir aber nichts weiter vorhatten, entschieden wir, einfach mal abzuwarten. So stellten wir uns mit unserem Auto auf einen Parkplatz abseits der Bäume und warteten. Dies hatte sich dann auch gelohnt, da nach ca. 20 Min. der Regen nachließ und schließlich ganz aufhörte. So kamen wir doch noch zu unserem kleinen Spaziergang am Pyramid Lake. Der Vorteil war jetzt, dass wir die einzigen waren und die Ruhe genießen konnten.

Zum Abschluß des Tages gab es wieder einen kleinen Stadtbummel in Jasper, nicht ohne wieder beim Fudge-Laden vorbeizuschauen, bevor wir wieder in die Unterkunft zurück fuhren und den Tag ausklingen ließen.