27.06.2004 - Abbotsford - Kamloops
 

Text? Relativ spät für den ersten Tag im Urlaub standen wir gegen 6:30Uhr auf. Irgendwie hatten wir dieses Jahr kaum Jeglag-Spuren. Da es im Hotel nichts zu frühstücken gab, gingen wir gegenüber in einen kleinen Diner, wo wir uns erstmal kräftig stärkten.

Gegen 7:45Uhr brachen wir auf Richtung Kamloops. Wir fuhren auf dem Transcanada Highway #1 in Richtung Osten, bis wir vor Hope nach Norden abbogen. Bis hierher war die Strecke nicht sonderlich aufregend. Jetzt begann die Fahrt aber zunehmend interessanter zu werden. Das Tal des Fraser Rivers, in dem der Highway entlang geht, wurde zunehmends enger und die Ausblicke auf den Fluß und die umliegenden Hügel immer besser.

Gegen 9:30Uhr erreichten wir schließlich „Hells Gate“, das „Höllentor“ des Fraser Canyons. Dies ist eine besonders enge Stelle des Canyons, der durch den Bau der Eisenbahnlinie auf der Westseite durch abfallende Gesteinsmassen noch zusätzlich verengt wurde. Da durch die jetzt extrem starke Strömung die Lachse nicht mehr durch kamen, baute man Lachstreppen ein. Ganz schön sportlich die Fische.

Die besondere Attraktion ist die Fahrt mit der Seilbahn über Canyon vom oberen Parkplatz hinunter zum „Visitor Center“. Was uns hier schon auffiel und sich später bestätigte war, dass die Seilbahnen, die wir in diesem Urlaub gesehen haben, ausschließlich deutscher Herkunft waren. Theoretisch gibt es auch einen Fußweg hinunter. Diesen haben wir aber auf Anhieb nicht gefunden. So nahmen wir dann doch die Bahn.

Wir fuhren also mit der Seilbahn (13 CAD / Person) hinunter und gingen erstmal über die Brücke, die über die Schlucht führt. Da der Boden nur aus Drahtgitter besteht, war dies schon ein starkes Gefühl und mußte gleich für die höhenängstliche Verwandtschaft zu Hause auf Film gebannt werden.
Anschließend gingen wir noch in das kleine Museum und informierten uns über die Geschichte von „Hells Gate“ und den Wanderzyklus der Lachse.

Text? Nachdem wir wieder oben waren konnte die Fahrt weitergehen.
Auf dem Weg nach Kamloops änderte sich die Landschaft zunehmend in eine Art Steppe. Das hätten wir jetzt nicht erwartet, gab aber beeindruckende Überblicke über die Hügel.
Unterwegs hielten wir immer wieder an den verschiedenen Viewpoints an und bestaunten auch die ewig langen Züge, denen wir immer wieder begegneten. Teilweise sahen wir weder Anfang noch Ende. Wahnsinn. An den Zügen honnte ich mich gar nicht genug satt sehen und Anja mußte mich immer wieder dran erinnern, daß ich gefälligst die Augen auf die Straße vor mir zu richten habe.

Ca. 14:30Uhr erreichten wir Kamloops und bezogen unser Zimmer im Accent Inn. Nachdem wir unsere Sachen verstaut haben, wollten wir uns die Stadt etwas genauer anschauen. Unser Reiseführer sprach z.B. von einem Fort im McArthur Island Park. Also machten wir uns auf den Weg. Auf der Insel angekommen, suchten wir aber vergeblich nach dem Fort. Wir fanden es einfach nicht.

Wir beschlossen daher das Auto abzustellen und liefen etwas am Ufer des Thompson Rivers entlang. Nach dem Spaziergang fuhren wir noch etwas Obst einkaufen und setzten uns anschließend an den Pool zum entspannen. Mittlerweile herrschten hier 30°C und wir konnten uns beileibe nicht vorstellen, in den nächsten Tagen durch Schnee stapfen zu müssen. Abendessen gab es wieder im McD, welches gleich neben dem Hotel war.
Nach ein bisschen fernsehen, war dann auch dieser Tag schon vorbei.