09.07.2004 - Victoria
 

Text? Heute hieß es früh aufstehen, denn um 08:00Uhr mussten wir in Victoria am Office der Whalewatching Tour sein. So klingelte also um 6:00Uhr der Wecker und wir konnten gegen 7:00Uhr Richtung Victoria aufbrechen. Da wir keine Lust auf langwierige Parkplatzsuche hatten, nahmen wir einfach das gleiche Parkhaus wie gestern. Bis zum Beginn der Tour hatten wir noch etwas Zeit, die wir für ein kleines Frühstück nutzten.

Um 8:00 Uhr fanden wir uns dann im Office ein, erledigten die ganzen Formalitäten und bekamen in einem Hinterzimmer unsere "Raumanzüge". Jetzt wissen wir, wie sich ein Astronaut fühlen muss.

Dann ging es auch schon zur Anlegestelle des Bootes, wobei es einem schon richtig warm wurde. Unser Gefährt für die nächsten drei Stunden sollte ein Zodiac-Speedboot sein. Wenn dann wenigstens richtig.

Nachdem alle 12 Personen an Bord verstaut waren, konnte die Fahrt beginnen. Aus dem Hafen heraus ging die Fahrt noch ziemlich gemächlich. Nach dem Erreichen der offenen See gab unser Captain dann endlich Gas. Vom Wetter hatten wir richtig Glück, denn das Meer lag da wie ein Spiegel. Nicht eine Welle störte unseren Vorwärtsdrang. Dabei hätte ich aber schon ganz gern den ein oder anderen Hüpfer gemacht.

Text? Jetzt begann die Suche nach den Walen. Da unser Boot das erste überhaupt war, das diesen Tag Victoria verließ, war die genaue Position der Wale noch unbekannt. So fuhren wir ein paar Stellen ab und unser Captain zückte immer wieder sein Fernglas und suchte.
Nach ein paar Stopps waren sie dann ausgemacht: eine ganze Familie von Orcas. Jetzt war unser Captain in seinem Element. Immer wieder ließ er die Maschine anhalten und das Boot im Meer treiben, so dass die Wale teilweise recht nah ans Boot kamen. Genial.
Ich kam aus dem Filmen gar nicht mehr raus. Immer passierte irgendwo was. Dabei war das Filmen gar nicht so einfach, denn die Orcas sagten ja nicht vorher an, wo sie als nächstes Auftauchen würden.
Außerdem konnte unser Captain zu fast jedem Tier eine eigene Geschichte erzählen. Man merkte hier, dass es ihm auch sichtlich Spaß machte. Mit seinem dicken Tele Marke "Oberschenkel" ging er selbst auf die „Jagd“ nach dem besten Schnappschuss. Das beste war ja, dass wir hier zu dieser Zeit die einzigen Touristen waren und somit freies Sichtfeld hatten. Irgendwann ging aber auch dieses grandiose Erlebnis zu Ende und wir fuhren wieder Richtung Victoria. Vorher fuhren wir aber noch an einer Robbenbank vorbei, wo unser Captain uns erzählte, dass bei einer Tour vor ein paar Wochen, er hier Orcas auf der Jagd nach Robben beobachten konnte.

Gegen 11:30Uhr waren wir dann wieder in Victoria. Als wir im Hafen aus dem Boot stiegen, wurden wir von den dort anwesenden Touristen gleich mit Fragen gelöchert, wie es war, wie viele und was für Wale wir gesehen haben.
Nach dem Entledigen der „Ganzkörperkondome“ gingen wir erstmal in die Mall was essen. Denn soviel Wasser machte hungrig.
Als nächste Punkt stand das Royal British Columbian Museum auf dem Plan. In diesem erfährt man allerlei Wissenswertes über die Geschichte British Columbians. Wir verbrachten eine ganze Zeit darin. Wirklich sehenswert.

Nach dem Besuch des Museums fuhren wir wieder Richtung B&B und statteten dem Fort Rodd Hill & Fisguard Lighthouse einen Besuch ab. Dieses Fort wurde in den späten 1890ern gebaut, um Victoria und die vorhandene Naval Base zu verteidigen. Während der Zeit wurde es ein paar Mal umgebaut, ehe es 1956 geschlossen wurde, ohne das jemals ein Schuss abgegeben wurde. Angegliedert ist das Fisguard Lighthouse, welches man auch von Innen besichtigen kann.

Nachdem wir dort alles besichtig haben, fuhren wir zurück zum B&B. Dort unternahmen wir eine kleine Kanutour in der Lagune und beobachteten die Vögel, die dort in hoher Anzahl vorhanden waren.
Nach der Kanutour entspannte ich mich noch etwas im Whirlpool ehe wir zum Abschluss des Tages im nahe gelegenen Supermarkt ein paar Einkäufe erledigten.
Den Sonnenuntergang beobachteten wir heute direkt am Strand ließen damit den Tag ausklingen. Dabei hatten wir noch riesigen Spaß mit unserer Digicam beim Versuch den Selbstauslöser zu benutzen. Die dumme Kamera zeigt nämlich nicht an, wann sie denn fotografiert, sondern man muß selbst schätzen...