08.07.2004 - Vancouver - Victoria
 

Text? Eigentlich sah das Frühstück ganz annehmbar aus, aber aus irgendeinem Grund war mir heute früh nicht nach Essen.
Egal, ob ich wollte oder nicht, die Fahrt mußte los gehen, denn wir hatten eine bestimmte Fähre angepeilt, die wir kriegen wollten.

Die Fahrt durch Vancouver gestaltete sich teilweise etwas zäh, da wir wohl etwas in die Rushhour geraten waren, ermöglichte aber den ein oder anderen Blick zur Seite.
Gegen 9:20Uhr trafen wir dann in Tsawwassen ein, kauften unsere Tickets und stellten uns in die zugewiesene Reihe. Anja ging erstmal in den nahe gelegenen Shop und ich vertrieb mir die Zeit mit lesen. Sie brachte mir dann auch noch einen Bagel mit Cream-Cheese mit und zwängte mir ein paar Stückchen rein.

Kurz vor 10:00Uhr konnten wir dann endlich auf die Fähre und die Fahrt begann (zum Glück steht mein Magen mit Schiffen nicht auf Kriegsfuß ). Der erste Teil der Strecke war, bis auf ein paar mit gleitende Möven, nicht besonders abwechslungsreich. Erst als wir in die vorgelagerte Inselwelt von Vancouver Island einbogen, wurde die Landschaft deutlich interessanter. Immer wieder gab es wunderschöne Ausblicke auf einer stetig wechselnde Landschaft.

Text? Pünktlich um 11:30 Uhr erreichten wir Swartz Bay und die Fahrt nach Victoria konnte beginnen. Die Stadt zu erreichen war kein Problem. Man fährt praktisch immer geradeaus. Doch dann kam irgendwann die Frage auf: Wo parken? Wir entschieden uns für ein Parkhaus in der Innenstadt, was preislich durchaus ok war.

Auf dem Plan stand jetzt erstmal das Buchen einer Whale Watching Tour. Beim Veranstalter „Prince of Whales“ blieben wir schließlich hängen. Wir buchten für den nächsten Tag gleich die erste Tour um 08:30Uhr, vor allem da diese mit 65 CAD 14 CAD günstiger war, als die späteren Touren. Wir waren auch etwas überrascht, dass zu dem Termin überhaupt noch Plätze frei waren.
Nach dem dies erledigt war, unternahmen wir noch einen kleinen Bummel durch die Stadt und aßen beim örtlichen Italiener etwas zu Mittag. Mein Magen hatte sich mittlerweile auch wieder erholt (die Seeluft hat bestimmt geholfen) und ich konnte wieder fast normal essen.

Text? Da für den Nachmittag eine Fahrt nach Port Renfrew auf dem Plan stand, fuhren wir nach dem Essen erstmal zu unseren B&B. Gebucht hatten wir das B&B „Birds of the Feather“, welches etwas außerhalb an der Esquimalt Lagoon (mit Blick auf das Meer) in der Nähe von „Fort Rod Hill and Fisguard Lighthouse“ liegt.
Bei der Ankunft wunderten wir uns, warum an der Tür ein Briefumschlag für uns steckte. Der Brief klärte uns auf, dass die Besitzer kurzfristig auf Verwandtenbesuch mussten. Weiterhin stand alles drin, was wir wissen mussten (Türcode etc.). Naja, kann ja mal vorkommen, also bezogen wir unser Zimmer und schauten uns ein bisschen auf dem Gelände um. Zum B&B gehört ein kleiner Garten, 2 Hunde (Emily und Montgomery {2 merkwürdig aussehende Bassets}, welche freilaufend sind), 1 Schwein und eine Bootsanlegestelle mit Kajak, welches zur freien Benutzung stand. Da die Besitzer jetzt natürlich kein Frühstück anbieten konnten, konnten wir in ein nahe gelegenes Diner frühstücken gehen.
Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, fuhren wir los Richtung Port Renfrew. Um so näher wir unserem Ziel kamen, wurde die Wolkendecke immer dichter und uns schwante schon übles.

Nach ca. 2h kamen wir dann auch an und wir steckten in „wunderschönem“ dichten Nebel und so sahen wir überhaupt nix mehr.
Also machten wir wieder kehrt und fuhren unverrichteter Dinge wieder zurück. Unterwegs machten wir noch ein paar Stopps am Mehr, um wenigstens nicht komplett umsonst gefahren zu sein.

Als es schon dunkel wurde, erreichten wir wieder Victoria und wir aßen bei Wendy’s etwas zu Abend, fuhren wieder ins B&B und fielen müde ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir schließlich zeitig raus.