18.10.2008 – Big Island Teil 2
 

Heute morgen nutzten wir die Zeit bis zum Frühstück erstmal damit, uns auf dem Grundstück etwas umzusehen.
Ich sag nur eins. Wer hier übernachtet kann sich jeglichen Besuch eines botanischen Gartens sparen. Es wachsen die verschiedensten Orchideenarten und alle möglichen Sorten von Obst. Alleine mindestens ein Dutzend unterschiedliche Bananenarten waren zu finden.
Dazu wird man noch von den einheimischen Hühnern verfolgt. Arts and Orchids Arts and Orchids Arts and Orchids Arts and Orchids Arts and Orchids

Nach dem Frühstück fuhren wir erstmal nach Hilo und dort auf den Wochenmarkt. Anja konnte sich vor allem an den Blumen nicht satt sehen. Ich glaube, sie hätte am liebsten alles gekauft.
Wochenmarkt in Hilo

Weiter nördlich auf der SR19 kann man nach Meile 7 auf einen „Scenic Drive“ abbiegen. Hier hat mal v.a. auf die Onomea Bay eine schöne Aussicht. Leider sind die Möglichkeiten zum Anhalten gleich Null und an der einzigen möglichen Stelle stand schon jemand.

Der nächste Weg führte uns nach Meile 13 zu den Akaka Falls.
Auf einem kurzen Rundweg durch schönsten Regenwald, gelangt man innerhalb weniger Minuten zum Viewpoint.
Blume bei den Akaka Falls Akaka Falls Akaka Falls

Anschließend fuhren wir wieder fast bis ganz nach Norden, zum „Waipi'o Valley“ und genossen die Aussicht ins Tal. Theoretisch könnte man hier auch runter fahren, dies ist aber von den Mietwagen-Anbietern untersagt und wir wollten sowieso dort unten nichts unternehmen.
Waipi'o Valley

über den „Old Mamalahoa Hwy“ fuhren wir weiter in Richtung Waimea. Hier erinnert die Landschaft eher an Texas und sogar einzelne Cowboys waren unterwegs. Unterwegs kann man sogar einige Höhlen besichtigen. Aus Ermangelung geeigneter Ausrüstung haben wir uns diese nur oberflächlich angeschaut.

Als nächstes stand die „Saddle Road“ auf dem Plan. Hier gibt’s ja, v.a. von den Mietwagenverleihern, die abenteuerlichsten Aussagen, von wegen sehr gefährlich, kein Versicherungsschutz und mind. 4WD. Da sind wir ja mal gespannt.
Beginnen die ersten Meilen noch auf einer recht schlechten Straße, bessert sich der Zustand im Laufe der Meilen erheblich, bis sie schließlich kurz vor dem Abzweig zum „Mauna Kea“ fast einen autobahnartigen Zustand annimmt. Ich hab ja für manche Beschränkungen Verständnis, hier ist dies aber hochgradiger Schwachsinn. Selbst der kleinste PKW wird diese Strecke ohne Probleme meistern.

Jetzt aber erstmal ab zum Visitor Center des Mauna Kea, wo wir uns kurz aklimatisierten, bevor die Auffahrt angingen. übrigens wird man hier nicht unbedingt davor gewarnt hoch zu fahren. Es steht zwar, daß man 4WD benötigt, aber es werden sogar Touren mit eigenem Auto angeboten.

Auch über diese Strecke liest man viel abenteuerliches, aber viel schlechter als die alten Strassen im Osten Deutschlands ist sie auch nicht. Nebeneinander passen an jeder Stelle mind. drei Fahrzeuge und wenn nicht gerade ein neues Teleskop per Sattelschlepper hochgefahren wird, ist dies für jeden Standard-SUV machbar.
Wir wollten eigentlich oben noch zum „Lake Wai-au“ laufen, aber Anja merkte die Höhe schon und so genossen wir nur die fantastische Aussicht ins Tal, wo sich langsam ein Wolkenfeld hineinschob.
Mauna Kea Mauna Kea

Um auf der Talfahrt die Bremsen zu schonen, erledigten wir dies schön mit Motorbremse und so kamen wir mit viel Geduld heil wieder unten an, wo wir mitten im schon erwähnten Wolkenfeld landeten.
Hawai'i - Nicht London

Auf der „Saddle Road“ hatten wir jetzt allerdings maximal 50 Meter Sicht und in halbem Blindflug erreichten wir später Hilo, wo wir dann endlich unterhalb der Wolken waren und es in Strömen regnete.

Nach dem Essen bei Taco Bell fuhren wir abermals in den „Volcano NP“. Dort haben wir gestern gehört, dass der Schlot des „Halema'uma'u Crater“ im Dunkeln schön leuchten würde.
Ich sag mal so, er leuchtete etwas, aber zu schwach für jegliches Foto. Selbst mit 5 Minuten Belichtungszeit war nichts zu erkennen. Länger zu warten hatten wir keine Lust, denn es war mittlerweile A....kalt.
Später kam dann noch ein Ranger und meinte scherzhaft, er hätte jetzt das Licht ausgemacht, als im Krater nichts mehr zu sehen war. Später erklärte er, dass das Leuchten die letzten Wochen im weniger wurde und sie schon damit rechneten, dass es bald zu Ende sein würde.

Übernachtung: Art & Orchids (http://www.artandorchids.com) - 127,88$ inkl. Tax
Map: Kona Airport - Pololu Beach - Hilo