18.09. Badlands N.P. - Custer
 

Wir krochen wieder zeitig aus den so schön warmen Schlafsäcken und gegen 7 verließen wir den Campground. Wir wollten den Sonnenaufgang im Badlands N.P. verbringen, doch auch heute morgen hatte das Wetter kein Einsehen mit uns. Ab und zu gab es einige Wolkenlücke, aber richtige Sonnenaufgangsstimmung wollte nicht aufkommen.

So fuhren wir weiter Richtung Wall, natürlich nicht, ohne noch ein paar Prairie Dogs Guten Morgen zu sagen. Allerdings sind diese wohl keine Frühaufsteher wie wir, denn es zeigten sich nur einige wenige.

In Wall wollten wir uns den schon meilenweit beworbenen Drugstore anschauen. Es war eine interessante Ansammlung an Dingen die man eigentlich nicht braucht. Wir frühstückten gemütlich in der Cafeteria. Als wir wieder rauskamen, begann es zu regnen und es war keine Besserung in Sicht. So war die Fahrt auf dem Interstate gar nicht mehr so schlimm, richtig sehen konnten wir sowieso nix.

In Rapid City verließen wir den Interstate wieder und fuhren gen Süden. Eigentlich wollten wir in den Custer State Park, aber bei Regen hatten wir dazu keine Lust. Direkt daneben war doch der Windcave N.P. und so begaben wir uns einfach unter die Erde. Auf Grund der Nebensaison gab es nur noch die "Natural Entrance Cave Tour", aber Tickets zu bekommen, war kein Problem. In der Höhle war es wenigstens trocken. Die Höhle hat mir sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu den meisten Höhlen, war dies eine trockene Höhle, d.h. die Attraktion waren die Boxworks und nicht Tropfsteine. Die geführte Tour war sehr interessant gemacht und wir lernten einiges über die Höhle. Zumindest fotografieren durfte man dort, wenn auch Stative verboten waren.

Als wir wieder über der Erde waren, war der Regen immer noch da. Kurzerhand entschlossen wir uns einfach weiter zur Jewel Cave zu fahren. Auf dem Weg dorthin kamen wir wieder an einer Prairie Dog Town vorbei – natürlich nicht, ohne kurz anzuhalten. Die sahen aber auch süß aus, so pudelnaß wie sie waren…

Auch in der Jewel Cave nahmen wir an einer Tour teil ("Scenic Tour"). Auch hier hatten wir kein Problem an Karten zu kommen. Die Höhle war ähnlich, aber doch irgendwie anders und auch hier hat es uns gefallen.

Als wir dieses Mal wieder an die Erdoberfläche kamen, hatte der Regen aufgehört :D. Somit konnten wir doch noch in den Custer State Park. Am Eingang trafen wir auf eine eine besonders engagierte Parkangestellte, die uns auf der Parkkarte erstmal alles bis ins Detail erklärte.

Wir fuhren erstmal den Wildlife Loop ab und konnten so einiges sehen – Truthähne (genau die richtige Größe für Thanksgiving :essen:), Bison, Pronghorn Antilopen und Deer.

Unser Lager hatten wir für die nächsten zwei Nächte in Custer aufgeschlagen. Irgendwie hatten wir Appetit auf Tacos – also nix wie hin zu John Tacos. Die hatten aber schon geschlossen (vor der eigentlichen Schließungszeit um 19:30Uhr), so dass wir dann bei Quiznos landeten. Die Sandwiches waren einfach lecker und da wir die einzigen Gäste waren, kamen wir noch etwas mit der Bedienung ins Gespräch.

So gestärkt fuhren wir wieder zum Motel und gönnten uns zum ersten Mal in diesem Urlaub einen Ausflug an den Pool.

Wir hatten es geschafft, den Regentag gut zu überbrücken und für morgen war wieder schönes Wetter gemeldet.