30.03. Blanding - Moab
 

Seit langem lag heute Morgen wieder ein Lächeln auf unseren Lippen, als wir die Gardinen zur Seite schoben. Keine einzige Wolke war am blauen Himmel zu erkennen.

Also wurde wieder schnell gefrühstückt (wir wollten ja los) und ab ging die Fahrt.
Ziel des heutigen Tages war der „Needles District“ im „Canyonlands National Park“.
Schon auf dem Highway 211 gab es fantastische Aussichten auf die umliegende Landschaft. Teilweise lagen sogar noch ein paar Schneekrümel auf den Bergen.

Nachdem wir die Parkgrenze hinter uns gelassen haben, hielten wir zuerst beim Visitor Center, zwecks der Straßenzustände. Leider hatte man dort für uns nur schlechte Nachrichten. Der „Horse Canyon“ war noch seit letztem Herbst geschlossen und die Road zum „Colorado River Overlook“ ist seit den schweren Regenfällen der letzten zwei Tage geschlossen. Sad Naja, versuchen wir das beste daraus zu machen.

Zuerst fuhren wir die sehr leichte Gravelroad zum „Elephant Hill Trailhead“ hoch. Die Straße war in einem sehr guten Zustand und für jeden PKW machbar. Wir wollten dort allerdings keinen der langen Trails unternehmen (vielleicht ein anderes Mal), sondern machten nur ein paar Bilder.

Hier hätten wir theoretisch auf die folgende Gravelroad abzweigen können, allerdings stand sie als „not recommended“. Da sie auch noch als schwierigste Gravelroad der Gegend gilt, haben wir dankend verzichtet.

Wieder zurück nahmen wir den Abzweig zum „Big Spring Canyon Overlook“, wo wir zum „Slickrock Trail“ aufbrachen. Dieser Trail führt ständig an der Kante des Canyons entlang und wir kamen aus dem Staunen gar nicht heraus.
Anschließend liefen wir noch die kleinen Trails „Pothole Point“, „Cave Spring“ und „Roadside Ruin“, sozusagen als Ersatz zum eigentlich geplanten „Colorado River Overlook“. Damit waren alle kurzen Trails hier abgearbeitet und der Tag gut ausgefüllt.
Bei der Ausfahrt aus dem Park mussten wir immer wieder anhalten. Irgendwie wollten wir gar nicht wieder fahren. Interessant war noch, daß an den ganzen Wänden unheimlich viele Bergsteige zu beobachten waren. Irgendwie verrückt.

Wieder auf der #191 war das nächste Ziel der „Wilson Arch“, der direkt neben der Straße auf ein Photo wartet.

Mittels U-Turn ging es jetzt wieder zurück, um nach wenigen Meilen die „Needles Overlook Rd“ rechts reinzufahren. Die Gegend ist recht unspektakulär und verleitet zum Gas geben. Doch Vorsicht. Überall lauern Kühe auf allzu mutige Autofahrer. Besonders kleine Kälber meinten immer vor unserem Fahrzeug umher zu turnen.
Irgendwann erreichten wir doch den „Needles Overlook“, wo wir zuerst mal ein kleines Picknick einlegten. Allerdings im Auto, denn draußen war es schon wieder a…kalt. Anschließend gingen wir eine kleine Runde, um für den Sonnenuntergang die besten Fotoplätze auszusuchen.
Nach kurzem Warten war es dann soweit und wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Die ganze Show dauerte ca. 5-10 Minuten, bevor alles vorbei war.

Im Dunkeln fuhren wir zurück, immer auf der Hut vor Kühen.
Wieder auf der 191 fuhren wir weiter bis Moab und wollten uns nur noch schnell ein Motel suchen. Dies gestaltete sich allerdings etwas schwieriger als gedacht. Dass es zum Wochenende etwas voller als normal ist, haben wir vermutet, aber so voll? Nach zwei vollen Motels und einem völlig überteuerten, bekamen wir im „Bowen Motel“ das letzte Zimmer für knapp 100$ pro Nacht. Das Zimmer war sehr schön und in einem Prospekt fanden wir die Ursache für diese Überfüllung: Morgen beginnt hier die jährliche „Easter Jeep Safari“. Darum auch die Unmenge an Jeeps auf den Motel-Parkplätzen. Irgendwie hatten wir jetzt das Gefühl noch Glück mit dem Zimmer gehabt zu haben.
Ich holte dann noch schnell etwas von Wendy’s gegenüber, bevor wir den Abend im Zimmer ausklingen ließen.