29.03. Page - Blanding
 

Wieder führte uns unser erster Blick zum Zimmerfenster, um die aktuelle Wetterlage zu überprüfen. Bis auf ganz vereinzelte Wolkenlücken war wieder nur eine grauer Wolkenschleier am Himmel zu erkennen.

Wir frühstückten somit erstmal in aller Ruhe bevor wieder mal alle Taschen im Auto verstaut werden mussten.
Bevor wir aber losfahren konnten, durfte ich zuerst mal die Scheiben vom Eis befreien, was sich mangels eines Eiskratzers etwas mühsam gestaltete (wofür Plastikkarten so alles gut sind )

Anschließend konnte es endlich losgehen und wir nahmen den SH98 nach Osten in Richtung Monument Valley.
Hatte es in Page nur gefroren, wurde die Landschaft jetzt Meile für Meile immer weißer. Teilweise lag soviel, dass man schon Schneemänner hätte bauen können. Wir scherzten schon, ob wir das Monument Valley im weißen Schleier sehen würden, aber kurz hinter Kayenta war der Schnee urplötzlich weg.

Die Wolken verschwanden leider nicht vom Himmel, und so mussten wir uns das Monument Valley halt mit Wolken anschauen, was natürlich nicht so schön, wie mit blauem Himmel war. Den Loop fuhren wir trotzdem und verbrachten gut 3h auf dieser grandiosen Strecke.

Am John Ford Point stand bei uns bei diesem a…kalten Wetter natürlich kein Westernheld auf dem Pferd, nur ein „lonely Cowboy“ schaute sehnsüchtig gen Westen.

Wir hatten sogar noch richtig Glück mit dem Wetter, denn als wir mit dem Loop fertig waren, wurde das Wetter immer schlechter. Die Wolken hingen jetzt teilweise sehr tief und es fing auch wieder an zu schneien.

Wir fuhren wieder weiter in Richtung Blanding und wollten eigentlich noch ins „Valley of the Gods“ und in den „Goosenecks State Park“. Beides wurde aber auf Grund des Wetters gestrichen.
Die Fahrt ging jetzt über den „Moki Dugway“ nach oben. Der Weg ist schon ziemlich spektakulär, allerdings hatte ich als Fahrer nicht wirklich viel davon, denn durch das ziemlich starke Waschbrett hatte ich alle Hände voll zu tun, unser bockiges Pferd ruhig zu halten.

Oben angekommen sah das Wetter schon deutlich besser aus und wir nahmen Kurs zum „Natural Bridges National Monument“. Nach dem obligatorischen Besuch im Visitor Center nahmen wir den Scenic Drive in Angriff. Dieser Rundweg führt einmal um das Tal mit den drei Steinbrücken und bietet immer wieder schöne Ausblicke. Gleich die erste „Natural Bridge“, die „Sipapu Bridge“ kann man sich von einem Aussichtspunkt an der Straße anschauen. Da wir aber heute noch kaum etwas gelaufen sind, entschieden wir, den kleinen Trail zu einem weiteren Aussichtspunkt weiter unten zu gehen. Hier sollte man allerdings einigermaßen gut zu Fuß sein, denn zumindest eine Leiter ist zu überwinden.

Nach der „Kachina Bridge“, die wir uns nur von oben anschauten, fuhren wir weiter zur „Owachomo Bridge“. Dort stiegen wir wieder den leichten Weg ins Tal und befanden uns nach wenigen Minuten schon unter der Brücke.
Jetzt verzogen sich auch so langsam die Wolken und wir hatten noch schönsten Sonnenschein.

Nach über 2h machten wir uns dann hier wieder vom Acker und fuhren die letzten Meilen bis Blanding.
Zum Abendessen gingen wir nach nebenan ins „Old Tymer“, wo wir uns eine „Blooming Onion“, die soweit ok war und jeweils einen Burger gönnten.

Wetterbericht für Morgen: Sonne bei ca. 15°C