28.03. Page
 

Nicht gerade sehr optimistisch schauten wir heute Morgen aus dem Fenster. Wir erwarteten dicke Regenwolken und sehr viel Nässe. So schlimm kam es zum Glück nicht. Es waren sogar einige kleine Wolkenlücken zu erkennen.

Wir frühstückten kurz und es ging wieder ab auf die SR89 in Richtung Kanab. An den Cottonwood Canyon Road fuhren wir dann ab und bogen schon nach wenigen Meilen auf die BLM 431 nach Osten.
Das Ziel des heutigen Vormittags war der „Sidestep Canyon“. Der Zustand der Straße war ganz in Ordnung und wir kamen gut voran. Bis auf ein paar kleinere Absätze, die ich mir mal von außen angesehen habe, gab es nichts besonders schwieriges. Nur kurz vorm Ziel bereitete mir ein „Schlagloch“ etwas Kopfzerbrechen, denn es lag genau in der Fahrspur. Ich wollte es schon zuschaufeln, aber der Untergrund war hart wie Stein. Also, Augen zu und durch. Es hat auch fast nichts geschleift.
Gegen 9:00Uhr waren wir dann endlich dort. Als wir aus dem Auto ausstiegen, traf uns allerdings der Schlag. Hier draußen auf der weiten Ebene wehte ein dermaßen kalter Wind, dass einem fast die Finge abfroren. Das ganze erinnerte irgendwie an New York im Dezember. Von den gefühlten Temperaturen waren wir bestimmt bei -10°C.
Die Sonne, die sich jetzt ab und zu mal blicken ließ, machte es aber auch nicht wärmer. Nur die Bilder wurden etwas besser.
Wir liefen dann ca. eine halbe Stunde ein bisschen am Canyon Rand entlang und suchten ein paar Motive. Zum Hinuntersteigen fehlte und bei der Kälte irgendwie auch die Lust. Und rüber ins White Valley zu laufen, nee danke. Das warme Auto war uns lieber, denn auf diese Temperaturen waren wir nun wirklich nicht eingestellt.

Somit fuhren wir wieder zurück. Nach wenigen Meilen hatten wir aber noch mal Glück, denn zwei Pronghorn Antilopen waren in der Entfernung zu entdecken.

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir wieder die CCR, der wir dann noch ein paar Meilen nach Norden folgten. Der Himmel sah so lala aus. Gut genug für die CCR, aber für eine Tour ins White Valley zu unsicher. Außerdem war Anja heute etwas laufmüde.

Als sich dann der Himmel wieder komplett zugezogen hatte, drehten wir wieder um und fuhren zurück zur SR89.
Ich wollte jetzt noch mal zu dem „Toadstool Hoodoos“, Anja dagegen konnte sich zu nichts mehr richtig begeistern (das Wetter schlug irgendwie auf die Stimmung).
Sie hatte aber nichts dagegen, wenn ich allein losziehen würde, also fuhr ich sie ins Motel und nahm die Strecke allein in Angriff (zum wievielten male fahr ich jetzt eigentlich die Straße lang? ).
Seit 2005 hat sich an der Wegführung zu den Hoodoos doch einiges geändert. Musste man sich damals noch selbst den Weg suchen, führen einen viele Cairns den Weg entlang. Außerdem ist die Registrierungsbox jetzt direkt am Trailhead und nicht mehr ein paar Meter weiter drin.

Gut 1,5h verbrachte ich dann bei den Hoodoos. Waren am Toadstool Hoodoo noch ein paar Touristen mehr, hatte ich im links gelegenen Seitenteil mit den weißen Hoodoos alle für mich alleine. Die Hoffnung, dass die Sonne noch mal rauskommt, erfüllte sich leider nicht, so dass ich, als es anfing zu schneien, den Rückweg antrat.

Auf der Rückfahrt nach Page hielt ich dann noch kurz bei einem dieser kleinen Slotcanyons an, die sich immer wieder unter der Straße durchschlängeln. Sie sind zwar nicht sehr hoch, sehen aber ganz nett aus.
Auf Grund des schlechten Wetters verzichtete ich auf einen Abstieg und schaute sie mir lieber von oben an.

Wieder im Motel angekommen, klagte Anja mir erstmal ihr Leid, zwecks der Bilder von „Little Finland“ (ich berichtete).
Zum Abendessen fuhren wir zum örtlichen Pizza Hut, die wir uns dann im Motelzimmer genehmigten.

Wetter für Morgen: Morgens einzelne Auflockerungen, ab Mittag Regen/Schnee