04.04. Green River - Hanksville
 

Nachdem wir den gestrigen Tag hauptsächlich im Auto verbracht haben, sollten wir heute mal wieder etwas mehr zu Fuß zurücklegen.
Kurz nach 8:00Uhr brachen wir in Green River auf, schauten aber noch kurz im Visitor Center vorbei, wo wir endlich die National Geographic Karte der San Rafael Swell fanden.
Anschließend nahmen wir Kurs nach Süden auf der SR 24.
Unser erstes Ziel war der Trailhead zum „Crack Canyon“. Zu finden war er recht schnell und der Weg dahin recht einfach. Das Auto parkten wir allerdings schon an der „Hauptstraße“, da die kleine Zufahrtsstraße uns nicht gerade geheuer erschien. Auf die paar Meter kam es jetzt auch nicht mehr an.
Auf dem ganzen Weg bis zum Canyon begleitete uns ein Husky, der zu einer Jugendgruppe gehörte, die am Trailhead ihr Lager aufgeschlagen hatten. Immer wenn wir mal ein Fotopäuschen einlegten, wartete er auf uns bis wir weiter gingen.
Der Canyon ist vom „Design“ der reinste Wahnsinn. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen. An allen Ecken und Enden befinden sich diese „Cracks“, die dem Canyon seinen Namen gaben.

Bis in den ganz engen Teil sind wir allerdings nicht vorgedrungen, denn an einer Stelle geht es plötzlich um ca. 2,5-3m abwärts. Da wir uns nicht sicher waren dort jemals wieder hochzukommen, ließen wir es bleiben und kehrten um.

Nach dem „Crack Canyon“ fuhren wir zum Trailhead des „Little Wild Horse Canyon“. Waren wir im ersteren noch allein unterwegs, war hier regelrecht die Hölle los. Ich glaube, wir bekamen den letzten Parkplatz vor Ort.
Nachdem wir das erste Hindernis umklettert haben, wurde der Canyon immer enger und enger bis an den engsten Stellen keine zwei Füße mehr nebeneinander passten.
Ist der „Crack Canyon“ zumindest auf dem ersten Stück noch für jeden Fitness-Grad erkundbar, sollte man im „Little Wild Horse“ ein paar Klettereinlagen meistern können. Wer hier fotografieren will, sollte zusätzlich ein Stativ nicht vergessen.

Auf den benachbarten „Bell Canyon“ verzichteten wir und fuhren stattdessen in den „Goblin Valley SP“, den wir ja bis jetzt auch noch nicht kannten.
In dem Tal wussten wir am Anfang gar nicht, wo wir zuerst hinlaufen sollen. Überall türmten sich neue Kreaturen vor einem auf. Am Ende hieß es dann nur noch: Nur noch um diese Ecke, dann drehen wir wieder um.

Jetzt hatten wir nur noch eine Staubstraße auf dem Plan, den „North Temple Wash“. Den zu finden war mit der entsprechenden Karte kein Problem und wir konnten eintauchen in den Slotcanyon für Autos. Vorbei am „Temple Tower“ wurde der Weg immer enger. Viel weiter kamen wir allerdings nicht, denn bei einer folgenden etwas kritischen Phase entschieden wir uns für das Wenden. Irgendwie hatten wir ein ungutes Gefühl. Das Wenden in 12 Zügen war allerdings auf der sehr engen Piste auch ein Abenteuer für sich.

Am Abend trafen wir dann in Hanksville ein, wo wir uns im „Best Value Inn“ einquartierten. Dem Motel sah man noch an, dass es frisch renoviert war. Alles sah sehr gut aus, nur der Pool war noch im Bau.
Zum Abendessen gingen wir ins gegenüberliegende „Red Rock Restaurant“. Das Essen war sehr gut, sogar die ergraute Dame, die alle Herren mit „Honey“ anredete war vorhanden.
Anschließend waren wir noch auf der Suche nach Eis. Im örtlichen Supermarkt, äähhh Lagerhaus vergeblich, fanden wir schließlich etwas in der Chevron Tankstelle. Zwar teuer, aber man gönnt sich ja sonst nix.