03.04. Green River
 

Heute war die nördliche San Rafael Swell unser Ziel. Also ab auf den I70 gen Westen. Hier war heute Morgen soviel los, dass am Horizont sogar das ein oder andere andere Auto zu sehen war.
Unser erstes Ziel war der „Black Dragon“, wo es sehr schöne Felszeichnungen geben soll. „Soll“ deshalb, weil wir die „Ausfahrt“ vom Interstate doch glatt verpennt haben. Eine Möglichkeit zum Wenden gab es natürlich wieder weit und breit nicht zu sehen, also mit einer kleinen Wut im Bauch weiter.
An der Ausfahrt „131“ verließen wir den I70 und fuhren auf der „Cottonwood Wash Road“ nach Norden. Ist die Fahrt auf den ersten Meilen noch recht öde, verbessert sie sich mit der Einfahrt in den engen Canyon beim „Backhorn Wash“ schlagartig.
Ein Stop bei den Rock Art Panels verhilft zu einem kurzen Spaziergang.

Anschließend fuhren wir auf der sehr guten Gravelroad weiter, bis wir nach ca. 36 Meilen den „Wedge Overlook“ erreichten.
PKW-Fahrer können noch ein paar Meter nach Osten bis zum „Little Grand Canyon Overlook“ fahren. Auf die dortige Felsnase konnte man früher sogar drauf fahren. Jetzt behindern große Steine die Weiterfahrt.
Wir sind aber zuerst weiter nach Westen weitergefahren. Über den Zustand dieses Weges sage ich mal nur soviel: „Die Steine wurden immer spitzer und die Büsche kamen immer näher.“
Wir waren heilfroh endlich am Ende angekommen zu sein und genossen den grandiosen Ausblick in völliger Einsamkeit.
Nachdem wir am „Little Grand Canyon Overlook“ ein Foto-Päuschen eingelegt hatten, fuhren wir weiter nach Osten auf einer ähnlich schlechten Straße, wie vorhin. Allerdings fanden wir keine weiteren großartigen Ausblicke, so dass wir bald wieder drehten.

Bei einem Blick auf die Karte entdeckten wir die „Cleveland-Lloyd Dinosaur Quarry“ inmitten des Niemandslandes der Swell, direkt an der „Cedar Mountain Overlook Road“.
Leider waren wir am falschen Tag dort, denn die Quarry hatte geschlossen. Dafür posierte eine „Pronghorn Antilope“ vor uns.

Also wieder kehrt und ab nach Süden, zu unserem nächsten Ziel, dem „Red Canyon“. Bei der Rückfahrt auf der "Buckhorn Wash Road" kamen uns mehrere Tanklaster entgegen, die die Straße benässten. Der dadurch entstehende Schlamm legte sich mit einer leckeren rot-braunen Schicht über unser kleines Fahrzeug. Ich fragte mich jetzt schon, wie ich das bei Alamo erklären soll.
Auf diesem reinen SUV-Trail (bei Trockenheit einfach zu fahren) fuhren wir durch eine fantastisch anzuschauende Landschaft auf rotem Fels. Und da wir in diesem Urlaub schon ab und zu das Thema Schnee hatten, lag hier unten in einer Kurve tatsächlich noch einiges von dem weißen Zeug.
Wer die „Reds Canyon Road“ nach Süden fährt, sieht kurz vor dem Ende der Straße den „Hondoo Arch“ am Horizont. Auf der „Hondoo Arch Road“ kommt man ihm noch etwas näher, aber für ein Foto bleibt ein großes Tele Pflicht. Hier gibt es auch noch viele stillgelegte Uran-Minen. Von einer Erkundung dieser sollte man aber Abstand nehmen.

Der Tag nahm jetzt so langsam sein Ende und wir sind wieder zurück nach Green River.
Nach einem vorzüglichen Essen im „West Winds Restaurant“ ließen wir den Abend im Motel ausklingen.