27.09. Kaitaia - Dargaville
 

Beizeiten machten wir uns am nächsten Morgen auf dem "Twin Coast Discovery Highway" auf den Weg gen Süden. Und wie so immer in den letzten Tagen waren wir auch heute fast die einzigen auf der Straße. So konnten wir die Landschaft links und rechts der teils doch sehr kurvigen Straße in vollen Zügen genießen.

Gegen 10:00Uhr trafen wir bei Rangiora an der Fähre nach Rawene über den Hokianga Harbour ein. Die Fähre verkehrt jede Stunde (immer zur halben), doch wir hatten Glück. Kurz nachdem wir angekommen waren, kam auch schon die Fähre und wir konnten unseren Obolus von 16$ entrichten.

In Rawene angekommen wollten wir uns erstmal etwas die Füße vertreten und so nahmen wir den Mangrove Walkway in Angriff. Auf diesem 15 minütigen Rundweg durch die Mangroven und die Überreste eines alten Sägewerks wird einem auf Schautafeln die Flora und Fauna dieses Lebensraumes näher gebracht.
Eines sein noch zu sagen: Direkt am Walkway gibt es keinen Parkplatz. Entweder man stellt sich direkt an die Straße, oder ca. 100 Meter in Richtung Rawene auf den Parkplatz am Ufer.
Nachdem wir die angegebenen 15 Minuten zu 30 Minuten ausgedehnt hatten, fuhren wir weiter Richtung Süden. Bei Opononi und Omapere ca. 20 km nach Rawene legten wir wieder eine kleine Pause ein, um die dortigen Dünen zu bestaunen und zu fotografieren.
Diese Sanddünen liegen auf der anderen Seite des Hokianga Harbour und die einzige Möglichkeit sie zu sehen, ist von den beiden Orten aus. Direkt kommt man dort nicht hin. Hinter Omapere führt eine kleine Straße zu einem Viewpoint, der sowohl einen guten Blick auf die Sanddünen, als auch auf die Küste in südlicher Richtung erlaubt, welche ich eigentlich vom Motiv her noch interessanter fand.

Von dort ging die Fahrt weiter und wäre eigentlich bis zum Eintreffen im Waipoua Forest unspektakulär gewesen, wenn uns nicht plötzlich Autos mit Lichthupe entgegen gekommen wären.
Da haben wir uns erstmal gefragt, was wollen die von einem? Nach einer Kurve war es uns klar. Eine Kuhherde hatte Auslauf bekommen und nutzte dafür halt den Highway. Da wir keine Lust auf ein Kräftemessen zwischen einer Kuh und uns hatten, hielten wir einfach an und warteten bis die Kühe an uns vorbei getrabt waren. Die Einheimischen waren nicht so geduldig und schlängelten sich im Slalom durch die Herde. Naja…

Nach dieser kleinen Erheiterung erreichten wir den Waipoua Forest. In diesem geschützten Gebiet kann man einige der größten Kauri-Bäume Neuseelands sehen. Auf einem kurzen Rundweg erreicht man zuerst den "Tane Mahuta", den Gott des Waldes. Dieser über 50 Meter hohe Baum mit einem Umfang von über 13 Metern ist über 2000 Jahre alt.

Ein paar Kilometer weiter erreicht man einen Parkplatz, von dem verschiedene Wege zu weiteren großen Bäumen abgehen (2$ Parkgebühr). Da wir genug Zeit hatten, sind wir natürlich alle abgegangen (2h return) und kamen so vorbei an den:

  • Four Sisters (10 Minuten, 130 Meter)
  • Te Matua Ngahere" (20 Minuten, 700 Meter) ("Vater des Waldes" - Umfang 16,41m Höhe 29,9m)
  • Yakas Kauri (40 Minuten, 1600 Meter) (benannt nach dem Buschmann Nick Yakas)

Wieder zurück von unserer Urwaldwanderung wollten wir noch zum Lookout hochfahren. Die gleichnamige Lookout RD können wir allerdings nicht empfehlen. Wir sind sie zwar komplett durchgefahren, aber ich war heilfroh, als wir wieder Asphalt unter den Rädern hatten. Was da an Steinen rumlag... Und so besonders war der Lookout auch nicht, zumal es in dem Aussichtsturm stank, wie in einem Sch...haus.
Naja, wieder froh festen Teer unter den Rädern zu haben, ging die Fahrt jetzt zügig bis Dargaville. Dazwischen gab's eigentlich nichts mehr zu sehen.
Dort bezogen wir erstmal unser Motel. Nach einem kleinen Einkauf im örtlichen Supermarkt wollten wir uns noch etwas die Geschäfte der Stadt ansehen (es war ja erst 17:00Uhr). Aber denkste, viele hatten schon geschlossen und so machten wir uns wieder auf zum Strand, diesmal nach Baylys Beach, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen.
Nach dem Räucherofen von gestern verzichteten wir heute auf Steak und es gab Hühnchen süß-sauer mit Reis (diesmal ohne Rauch).