26.09. Kaitaia - Cape Reinga und return
 

Ein Blick aus dem Fenster versprach wieder einen schönen Tag und so machten wir uns bei Zeiten auf den Weg in Richtung Cape Reinga. Doch schon nach wenigen Kilometern zog dichter Nebel auf und trübte etwas unsere Stimmung. Aber wir hatten Glück: Nach einiger Zeit lichtete sich der Nebel und gab die Sicht auf die grünen Ebenen um uns herum frei.
Jetzt stellte sich für uns ein neues Problem. Wo kann man hier mal ungefährdet anhalten, um ein bisschen zu fotografieren? Entweder war es zu hügelig, nach einer Kurve oder ein Holzlaster hing hinter einem, wenn es interessant wurde.
Hier stellten wir das erste Mal fest, was uns irgendwie durch den ganzen Urlaub begleitete: es gibt relativ wenige Möglichkeiten einfach mal kurz anzuhalten. Aber ab und zu haben wir es doch geschafft, und sei es nur in der Einfahrt des örtlichen Schafzüchters.

So ging die Fahrt einsam auf der #1 immer weiter nach Norden. Die letzten 20 km bis zum Cape Reinga sind ab Waitiki Landing unpaved. Jedoch ist die Straße in einem guten Zustand und damit für jeden fahrbar. Ab hier gibt es immer wieder sehr schöne Ausblicke zu den verschiedenen Sanddünen und Stränden am Cape.

Gegen 9:30Uhr erreichten wir schließlich den Parkplatz am Cape Reinga. Mit uns waren zu dieser Uhrzeit nur zwei oder drei andere Autos da, so dass man die Aussichten einfach nur genießen konnte.
Zuerst gingen wir hinunter zum Leuchtturm. Dieser wurde 1941 erbaut und zuerst mit einer 1000 Watt Birne betrieben. Seit 1987 wird er automatisch gesteuert und im Jahr 2000 wurde die Lampe durch eine 50 Watt Leuchteinheit ausgetauscht.
Wieder zurück am Parkplatz entschieden wir uns für den Walkway zum "Te Werahi Beach". Dieser Weg führt immer an der Klippe entlang und windet sich anschließend in mehreren Serpentinen bis zum Strand hinunter (Laufzeit ca. 30 Minuten, Höhendifferenz ca. 180 Meter).
Leider setzte gerade die Flut ein und als wir unten ankamen, war für uns somit schon an der ersten Bucht Schluss. So setzten wir uns dort auf die Steine, beobachteten das Meer und genossen die Ruhe.

Nach einer halben Stunde Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Jetzt war es schon deutlich anstrengender, denn es ging ausschließlich bergauf. Mit mehreren Fotopausen meisterten wir dies aber auch.
Wieder oben am Parkplatz angekommen, wussten wir, warum wir so zeitig aufgebrochen sind. Jetzt standen schon mehrere Reisebusse hier und am Leuchtturm drängten sich die Leute.
Daher machten wir uns schnell auf den Rückweg, denn das war uns eindeutig zu viel Trubel.

Bei Te Paki verließen wir den Highway #1 und nahmen die Te Paki Stream RD nach Westen, bis wir nach wenigen Minuten vor den "Largest Sanddunes" (größten Sanddünen) standen.
Unterwegs sahen wir dann noch die ersten freilaufenden Truthähne. Schon richtig fett für Thanksgiving. Das Auto auf dem Parkplatz abgestellt, den Te Paki Stream überquert und ab in die Dünen. Die Dünen sind ein einziger riesiger Sandkasten. So etwas hatten wir wirklich nicht erwartet.

Jetzt wollten wir aber endlich den Ninety-Mile-Beach sehen. So fuhren wir auf der #1 wieder etwas gen Süden bis nach Raio, wo wir auf die Whalers RD zum Beach abbogen. Diese Straße führt auf die Hukatere RD, die wiederum direkt zum Strand führt (natürlich reinste Gravelroad).

Nach einem Spaziergang am Strand fuhren wir wieder zurück nach Kaitaia, wo wir noch kurz beim Pak'n Save vorbei schauten, um fürs Abendessen einzukaufen.
Den Sonnenuntergang wollten wir heute am Ninety-Mile-Beach genießen. So machten wir uns auf zum Waipapakauri Beach und wurden nicht enttäuscht…
Zum Abendessen gab es ein Steak aus der Pfanne. Hier war ich erstmal froh, dass dieses Motel keinen Rauchmelder hat, denn es wurde ein wenig viel Rauch erzeugt.