14.10. Dunedin - Oamaru
 

Schon vor dem Sonnenaufgang machten wir uns heute Morgen auf den Weg nach "Taiaroa Head". Wir hatten die Hoffnung, dort ein paar Pinguine zu sehen.
Für den Hinweg entschieden wir uns für die "Highcliff RD" über die Otago Peninsula. Wir hatten zwar eine schöne Sicht, durch die sehr kurvenreiche Strecke konnten wir es aber nicht richtig geniesen, zumal es auch an Anhaltemöglichkeiten fehlte.

An "Taiaroa Head" angekommen, war natürlich von Pinguinen keine Spur mehr. Scheinbar waren wir zu spät. Stattdessen lagen nur zwei Seals faul am Strand.
Dafür konnten wir eine Menge von Vögeln beobachten. Der Weg zur Albatross-Kolonie war zwar wegen derzeitiger Brutzeit gesperrt, aber auch so konnten wir verschiedenste Vögel beim Brüten beobachten.
Nachdem wir ein bisschen was frühstückten, fuhren wir wieder nach Dunedin zurück. Diesmal über die "Portobello Rd", die zwar nicht die Aussichten bot, aber deutlich weniger Kurven hatte.

In Dunedin wollten wir wieder gleich am Bahnhof parken, doch auf unserem gestrigen Parkplatz war heute Wochenmarkt.
Wir fanden aber noch einen weiteren Parkplatz auf der anderen Seite des Bahnhofs. Zum Glück war dieser fast leer, denn die eingezeichneten Parkplätze waren nun wirklich nicht für Wohnmobile gemacht.
Für die nächsten paar Stunden wollten wir uns die Stadt noch etwas näher ansehen.
Zuerst machten wir eine geführte Tour durch die Cadburry Schokoladenfabrik. Das war ganz interessant und mit zwei Tüten voll Gratisproben verließen wir wieder den Laden.
Als nächstes gingen wir in die i-Site im Zentrum und besorgten uns einen kleinen Flyer, auf dem ein paar Spaziergänge durch die Stadt beschrieben werden.
Für einen Rundgang zu Fuß sollte man aber schon lauffest sein, da Dunedin nicht gerade in der Ebene gebaut wurde. Teilweise erinnerte uns die Stadt etwas an San Francisco.
Alle Sehenswürdigkeiten liegen aber relativ nah beieinander, so dass man an einem halben Tag alles gut ablaufen kann.

Nach unserem Stadtbummel fuhren wir wieder auf der SH1 weiter nach Norden. Leider hielt sich das schöne Wetter nicht, denn umso weiter wir nach Norden kamen, umso mehr zog es sich zu. Zumindest blieb es trocken.
Da die Landschaft auch nicht so besonders war, hatte ich nach ein paar Kilometern auch eine kleine Schlafmütze neben mir.

Einen interessanten Punkt gab es dann nach der Kleinstadt "Moeraki", die "Moeraki Boulders". Diese großen Steinkugeln liegen hier an einem kleinen Abschnitt des Strandes und warten auf die Erkundung der Touristen.
Diese Murmeln sind durch einen Kristallisierungsprozess in schlammigen Unterwassersedimenten aus Kalzium und Karbonaten entstanden, ähnlich dem der Bildung von Perlen.
Dann erreichten wir auch schon unser Tagesziel Oamaru und fuhren auf unseren CG für die nächste Nacht. Leider hatte dieser Campground nicht wie im Prospekt steht Internet, so dass wir uns auf die Suche nach einer Internetmöglichkeit in die Stadt begaben.
Im Visitor Center wurden wir fündig. Wir mussten ja noch unsere Fährrückfahrt buchen. Wir entschieden uns wieder für die Überfahrt mit "Bluebridge", da diese zum einen am günstigsten war und zum anderen die für uns am besten Fahrzeiten bot.

Im Visitor Center standen auch die ungefähren Ankunftszeiten der örtlichen Pinguine. Hier bei Oamaru gibt es zwei Colonien von Pinguinen. Einmal "Yellow-Eyed Pinguine" und zum anderen "Blue-Eyed Pinguine".
Zuerst fuhren wir zum "Bushy Beach", um uns die Ankunft der "Yellow-Eyed Pinguine" anzuschauen. Dort gibt es einen Fußweg oben an der Klippe, von dem man die Pinguine beobachten kann. Der Strand ist zu diesen Uhrzeit gesperrt.
Ca. gegen 17:30Uhr, mittlerweile war es ziemlich frisch geworden, kamen dann die Pinguine einzeln an den Strand gewatschelt. Heute hatten wir hier richtig Glück, denn nur wenige Meter (vielleicht 20m?) von uns entfernt, war eine Brutstelle eines Pinguin-Pärchens und so konnten wir diese relativ aus der Nähe beobachten.
Irgendwann mussten wir aber wieder aufbrechen, denn die zweite Pinguin-Kolonie wartete auf uns. Wir fuhren jetzt zur "Blue-Eyed Pinguin-Kolonie".
Dies ist eine Forschungseinrichtung, die das Leben dieser kleinsten Pinguin-Art untersucht. Leider sind dort jegliche Foto- und Videoaufnahmen untersagt.
Draußen hingesetzt, erwarteten wir die Ankunft der Pinguine (geschätzt waren für heute ca. 100-120 Stück).
Zuerst mussten wir uns aber über eine Reisegruppe aufregen, die später erschien und wo die Leute einfach nicht den Mund halten konnten. Immer wieder quatschte einer los und dann fingen alle an zu lachen.
Erst die bösen Blicke von den anderen Zuschauern bewegten die Leute zu etwas Ruhe.
Gegen 20:30Uhr kamen dann die ersten Pinguine. Zuerst waren es nur ein paar "Späher", dann nach weiteren 20 Minuten kamen die Pinguine in mehreren Gruppen. Geschätzt waren es immer ca. 20-30 Pinguine pro Gruppe. Zuerst saßen sie auf den Steinen und putzten sich, bevor die in den Büschen verschwanden. Teilweise kamen sie auch ganz nah an die Zuschauertribüne heran.
Noch mal zu der Reisegruppe. Noch während die Pinguine ans Ufer kamen, machte sich die Gruppe wieder aus dem Staub.
So hatten wir wenigstens unsere Ruhe.
Geschätzt sahen wir an diesem Abend ungefähr 150 Tiere.
Irgendwann gingen wir dann auch, da es schon ziemlich kalt wurde. Auf dem Weg zum Wohnmobil sahen wir dann auch noch den einen oder anderen Pinguin im Gebüsch sitzen.
Mit diesem grandiosen Erlebnis nahm dieser Tag ein gutes Ende.