03.10. Levin - Marlborough Sound
 

Als wir heute früh aus dem Wohnwagen stiegen, konnten wir die erste Sonne seit zwei Tagen genießen. Welch ein schöner Anblick.

Nachdem wir gefrühstückt haben, fuhren wir auf der SH1 weiter nach Süden. Auf der Karte entdeckten wir die "Herr der Ringe"-Location "Pelennor Fields" beim Whareroa Beach.
Die Ausfahrt von der SH1 haben wir aber mal komplett verpasst, also fuhren wir bis Paekakariki weiter, um dort zu drehen.
Auf der Rückfahrt schafften wir dann die Ausfahrt und fuhren hinein in den "Queen Elizabeth Park" (kostenlos).
Wir fuhren die Stichstraße bis zum Ende und schauten uns erst etwas den Strand an.

Ca. in der Mitte der Stichstraße befindet sich ein weiterer Parkplatz, der zugleich Trailhead eines Wanderweges durch die Gegend ist. Diesen liefen wir ein paar Meter, um uns einen Überblick über die Gegend zu verschaffen.
Nun zurück zu "Der Herr der Ringe". Hier in den Hügeln des "Queen Elizabeth Parks" wurden ein Großteil der Nahaufnahmen von "Pelennor Fields" gedreht, z.B. die Szene mit dem gestürzten Olifanten.
Es war nur etwas grüner bei uns hier, scheinbar hat es bei den Dreharbeiten länger nicht geregnet.

Nach zig Fotos nahmen wir die Fahrt nach Wellington wieder in Angriff.
Umso weiter wir uns aber Wellington näherten, umso schlechter wurde das Wetter. In der Stadt fing es dann auch noch an zu regnen.
Unser Ziel war das Fährterminal von "Bluebridge" (auf Grund etwas blöder Beschilderung durfte ich eine Extrarunde durch Wellington drehen ).

Wir stellten uns in eine passende Reihe und ich ging mit meiner Reservierung erstmal ins Office. Gebucht hatte ich eigentlich eine Fährüberfahrt mit einem 5.90m Womo, was ja jetzt nicht mehr stimmte. Die Buchung wurde aber ohne Probleme auf das 6.50m Womo geändert und sogar der 10% Rabatt-Gutschein aus dem Arrival-Magazin anerkannt, so dass ich nur 2.70$ nachzahlen musste.

Bis zur Abfahrt um 13:00Uhr hatten wir jetzt noch 2h Zeit und so machten wir erstmal Mittag.

Gegen 12:30Uhr war dann Boarding angesagt und wir konnten auf die Fähre fahren.
Mich beschlich hier das leise Gefühl, dass es keiner gemerkt hätte, wenn ich bei meiner Buchung für ein 5.90m Womo geblieben wäre.

Die Fähre fuhr pünktlich los und wir ließen Wellington im Nebel zurück. Da die Sonne nicht schien, war es draußen ziemlich kalt. Nur hinten beim Auspuff war es etwas wärmer. Dort standen allerdings leere Viehtransporter unten im Laderaum, welche ein besonderes Aroma versprühten.

Leider empfing uns die Südinsel auch nicht mit besonders gutem Wetter. Der Nebel war zwar weg, aber tiefe Wolken hielten die Hügel im Sound gefangen. Somit kam z.B. das blaue Wasser nur schwach zur Geltung.

Nach der pünktlichen Ankunft (16:15Uhr) in Picton und dem schnellen Ausladen fuhren wir gleich weiter. Wir bogen gleich nach der Ausfahrt aus dem Hafengelände auf den "Queen Charlotte Drive" in Richtung Nelson ab.
Hier merkten wir schnell, dass es besser wäre die Strecke anders herum zu fahren, da Viewpoints, die von der linken Seite zugänglich sind, ziemlich rar sind.
Die Straße ist ziemlich eng und man hat viel am Lenkrad zu kurbeln. Dazu kam noch, dass die Einheimischen einen extrem rabiaten Fahrstil haben und schnell anfangen zu drängeln. Das machte die Sache nicht einfacher.

Nachdem wir das kurvige Stück hinter uns hatten, bogen wir nach rechts in die "Kenepuru Road" nach Norden ab. Unser Ziel war irgendein, der hier vorhandenen DOC-Sites. Die folgende Straße ist noch mal eine Ecke enger, als die "Queen Charlotte Road", aber hier ist deutlich weniger Verkehr.
Wir entschieden uns dann für die "Cowshed Bay DOC-Site". Zum Weiterfahren hatte ich keine Lust mehr, denn so langsam taten mir die Schultern weh und ohne Spaß machte es keinen Sinn.
Wir suchten uns eine schöne Stelle, ich bezahlte die 12$ und wir richteten uns gemütlich ein.
Hier testete ich zum ersten Mal einen der Instant-Grills. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Fleisch hat länger gebraucht, als Anja mit Kartoffeln waschen, schneiden und kochen.

Später fing es auch wieder an zu regnen. Zum Glück als das Fleisch schon fertig war.
Mittlerweile war es dunkel und wir ließen den Abend in Ruhe ausklingen.