02.10. Stratford - Levin
 

Die ganze Nacht hatte es immer mal wieder geregnet und vom Mt. Taranaki sahen wir immer noch nichts.
Da wir aber Wasserfall-Fans sind, wollten wir unbedingt noch zum Dawson Fall. Dawson Falls ist schon ab Stratford ausgeschildert und somit einfach gefunden.

Als wir oben am Parkplatz ankamen, schüttete es aus Kübeln. Normalerweise würden wir bei dem Wetter keinen Fuß vor die Tür setzen, aber so oft sind wir ja nicht hier in der Gegend.

Also wurde alles wasserdicht eingepackt und auf gings in Richtung Wasserfall. Vom Parkplatz führt ein kleiner Wanderpfad quer durch das Unterholz zum Trailhead. Diesen Weg mussten wir aber nach einigen Metern abbrechen, da der Boden einfach zu sehr aufgeweicht war. Gummistiefel hatten wir nämlich keine dabei.

So liefen wir halt auf der Straße zum Trailhead und hofften, dass es im Wald einfacher und trockener wird. Zum Glück waren die Bäume relativ dicht und wir kamen schnell zum Fall. Da Wasserfälle die Angewohnheit haben, kein Dach zu haben, plätscherte dort natürlich wieder das Wasser auf uns hernieder. Ich suchte mir also ein annähernd trockenes Plätzchen fürs Fotografieren und Filmen, bevor es wieder auf den Rückweg ging.

Beim Camper wieder angekommen, waren wir beide völlig durchnässt. Die Jacken hielten zwar größtenteils dicht, aber die Hosen waren nicht regenfest.

Die Klamotten gewechselt, nahmen wir Abschied vom Mt. Taranaki und nach ein paar Kilometern hörte der Regen auch auf. Scheinbar mag uns der Berg nicht.

Wir fuhren jetzt direkt nach Süden und bogen in Manaia auf die SH45 in Richtung Wellington. In Hawera, welches wir nach wenigen Minuten erreichten, gingen wir erstmal in die örtliche i-Site, um die aufgelaufenen Emails zu checken und ein paar Grüße nach Hause zu schreiben. Auch die ersten Postkarten verfrachteten wir in den örtlichen Briefkasten.

Nachdem wir Hawera verlassen hatten, wollten wir eigentlich im "Dairyland" einkehren, wo man einen Einblick in die Milchproduktion gewinnen kann, incl. Cafe. Als wir aber in die Straßen einbogen, wunderten wir uns schon, warum kein Mensch zu sehen war. Und dann sahen wir es. Auf einem Schild an der Einfahrt stand, dass "Dairyland" seit 28.09.06 geschlossen ist.
Kein Wort darüber, ob es überhaupt wieder öffnet.

47km südlich von Patea fuhren wir jetzt zum "Bushy Park Historic Homestead and Scenic Reserve" (8km vom SH3 entfernt, ausgeschildert).
Zum Schutz der Tiere und Pflanzen in diesem Park ist dieser hermetisch abgeriegelt. Erst wenn man kurz vor dem Tor angekommen ist, öffnet es sich einem automatisch und gibt den Weg auf eine enge Straße zum Herrenhaus (erbaut 1906) frei. Mit dem Wohnmobil ist dieser Weg zwar kein Problem, aber entgegen sollte einem nichts kommen.

Wir entrichteten zuerst unseren Obolus und schauten uns die Zimmer im Haus an. Wer möchte, kann hier auch übernachten.
Anschließend nahmen wir die weiteren Gebäude, u.a. eine Garage/Werkstatt mit alten Geräten unter die Linse.
Zum Park gehört auch ein großes Gebiet mit Urwald und auch einem großen Kauri-Baum. Wir nahmen also den kurzen Rundweg und liefen ein bisschen durch den Wald. Leider fing es jetzt auch wieder an mit Regnen, so dass wir das letzte Stück im Freien im Dauerlauf zurücklegen mussten.
Fazit: wer Zeit hat, kann ruhig hier her fahren, verpassen tut man sonst aber nichts.

Als Campingplatz hatten wir uns eigentlich einen der zwei Plätze in Waitarere ausgesucht, als wir aber dort ankamen, drehten wir schnell wieder um. Beide Plätze waren voll mit alten Wohnwagen von Dauercampern und alles sehr eng. Es sah einfach nicht wirklich gemütlich aus.
Wir fuhren somit nach Levin und schauten uns den örtlichen Holiday Park (Levin Motor Camp) an. Bei den Kiwimaps ist dort nur eine Dump Station eingezeichnet, aber dort befindet sich ein vollwertiger Campingplatz.
Der Platz war ziemlich gut und es war sehr wenig los, so dass wir uns dort einmieteten.
Da wir noch etwas Zeit hatten und unsere Vorräte langsam zur Neige gingen, gingen wir noch in den Supermarkt im Ort, um den Kühlschrank wieder aufzufüllen.

Damit ging ein etwas unspektakulärer Tag zu Ende, von dem wir uns mehr versprochen hätten, aber leider durch das Wetter einiges zunichte gemacht wurde.